Russische Künstler kommen mit einer Geldstrafe von umgerechnet 5000.- Schweizer Franken davon und entgehen damit einer Haftstrafe. Grund für das Urteil ist eine provokative Ausstellung, die laut Staatsanwaltschaft zu “religiösem Hass” aufgerufen hat.
Die russischen Kuratoren Andrej Jerofejew und Juri Samodurow entgehen der Forderung von 3 Jahren Straflager, da das Gericht mit der Geldstrafe milder geurteilt hat.
Auslöser der Verurteilung war eine Ausstellung im Jahr 2007, welche sich um “verbotene Kunst” drehte und den Unmut russisch-orthodoxer Christen und rechtsextremer Nationalisten auf sich zog. Gezeigt wurden Werke international annerkannter russischer Non-Konformisten der 70er Jahre, die andere Museen nicht zeigen wollten. Mitunter wurden religiöse Motive mit Mickey Maus Figuren und Werbung für Fast-Food-Ketten gezeigt.
Dies verletzte die Gefühle der Fanatisten, was zu einer Anklage geführt hat. Zurecht kritisieren Menschenrechtsorganisationen den Prozess und die Strafe. Verglichen wird dies mit der Sowjetzeit, als Zensur und Meinungsfreiheit mit Füssen getreten wurde. Traurig, dass das neue Russland Kunst- und Meinungsfreiheit derart missachtet und sich von solch Fanatikern leiten lässt.
Untenstehend der Bericht von 10vor10:
