Und es hat doch noch geklappt! Gestern nach der Arbeit ging ich nochmals in den Wald, um Pilze zu sammeln. “Ein letztes mal”, sagte ich mir. “Wenn ich dieses mal wieder mit leeren Händen (bzw. Papiertüte) nach Hause gehe, dann lass ichs bleiben”.
Am ersten Ort fand ich zwei Maronenröhrlinge. Es hatte noch mehr (ich glaube es waren Rotfüsse), aber die waren bereits modrig und weich. Also ging ich frohen Mutes zum nächsten Ort, wo ich eine Ziegenlippe fand. Ist doch was, aber das reicht noch gar nirgends hin. Nicht mal für einen Risotto. Nun ging ich zu dem Örtchen, wo ich letztesmal den schönen Turnschuh fand. Dieser hing gestern sogar an einem Baum. Ob der gesprungen ist?
Um in den Wald zu kommen, muss man sich erst durch ein paar Büsche kämpfen. Wenn man dies jedoch mal geschafft hat (mit kurzen Hosen und Brennnesselstichen), dann lässt einem der Wald viel Platz. Und da waren sie dann auch. Ein gutes Dutzend schönste Schopftintlinge. Hab ich doch erst kürzlich noch gesagt, dass ich die seit ewigs nicht mehr gesehen hab. Mein Pilztoast war also gerettet!
Lediglich einer war bereits blau-schwarz (deshalb Tintlinge), die anderen waren wunderprächtig:
Anschliessend schlenderte ich noch durch den Wald. Langsam wurde es kühl, aber ich hoffte, ich würde da noch mehr finden. Neben einigen Rehpilzen hab ich aber nichts mehr gefunden. Rehpilze kann man trocknen und anschliessend pulverisieren. So kann man beispielsweise ein Risotto würzen. Für den Toast wären sie nicht geeignet, da sie einen sehr starken Geschmack aufweisen. Auffallend in diesem Waldstück war die Dichte an wirklich giftigen Pilzen. Ich habe sicherlich 6 Knollenblätter und mehrere Dutzend Fliegenpilze gesehen.
Hier ein paar kleine und im Hintergrund in grosser Fliegenpilz:
Zu Hause habe ich die Pilze gereinigt und in Streifen geschnitten. Unschöne Stellen wurden natürlich entfernt. Dazu würfelte ich eine kleine Zwiebel, einen halben Bund Petersilie und ein paar Kartofeln, die ich noch im Kühlschrank hatte. Die Kartoffeln wurden mit Rosmarin angebraten. Anschliessend kamen die Zwiebelwürfel rein bis sie gläsig waren. Danach die Pilze. Auch diese bis sie gläsig waren. Anschliessend mit einem guten Schluck ablöschen und köcheln lassen. Salz und Pfeffer hinzufügen und mit etwas Rahm anreichern. Wer möchte kann noch etwas Bratensauce (gekauft oder selbstgemacht) hinzufügen. Zum Schluss die Petersilie rein und ab auf den warmen Toast. War vorzüglich.
So wurde aus dem hier:
Das hier (noch ohne Rahm und Petersilie):



