peinlich

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Sorgenbarometer von Kindern

Tuesday, September 8th, 2009

Habe eben den Sorgenbarometer von Schweizer Schülern im 10vor10 gesehen. Die Studie wurde von der IMPZ der Uni Zürich im Auftrag von DRS und SF durchgeföhrt. Dazu wurden drei Schulklassen aus ländlichen, sowie städtischen Gebieten befragt. Zudem hat man verschiedene Bildungsstufen berücksichtigt.

Hier die Auswertung:

  • Umwelt: 26%
  • Sicherheit: 20%
  • Arbeitswelt: 14%
  • Schule: 13%
  • Gesundheit: 11%
  • Familie: 10%
  • Ausländer: 7%

Ist es dem SF nicht peinlich, sowas auszustrahlen? Ich frage mich ernsthaft, wie aussagekräftig ein Barometer ist, bei dem 59 Schüler befragt wurden. Unbestritten, die Absicht dahinter ist interessant und berechtigt, aber wenn man einer so durchgeführten “Studie” noch eine solche Beachtung schenkt, ist dies einfach lächerlich.

Wertet man den Barometer absolut und nicht relativ aus, zeigt sich relativ schnell, wie lächerlich und wenig aussagekräftig dieser ist:

  • Umwelt: 15 Schüler
  • Sicherheit: 12 Schüler
  • Arbeitswelt: 8 Schüler
  • Schule: 8 Schüler
  • Gesundheit: 6 Schüler
  • Familie: 6 Schüler
  • Ausländer: 4 Schüler

Man könnte also auch sagen: “8.5% der Studienteilnehmer waren bei der Übergabe im Bundeshaus anwesend”. Lustig auch, wie gerundet wurde. So blufft man eine etwas grössere Stichprobe. Korrekt gerundet sähe das so aus:

  • Umwelt: 25%
  • Sicherheit: 20%
  • Arbeitswelt: 14%
  • Schule: 14%
  • Gesundheit: 10%
  • Familie: 10%
  • Ausländer: 7%

Wenn man sich der Schweizer Jugend widmen will, dann soll man sich doch bitte die Mühe machen, einigermassen genaue Aussagen zu machen. Scheint als ob es wichtiger war, die Tagesschau von Kindern moderieren zu lassen, als dass man sich den interessanten Themen voll widmet. Nächmlich was die Kids wirklich denken. Kiddies ernst nehmen, heisst also nicht Sendeminuten verschenken, sondern sich mit dem Thema wirklich befassen.

Übrigens, ich würde eine Kindertagesschau sehr begrüssen, aber nicht als Ersatz zur bestehenden. Eine Art 10vor6 wäre wohl passender. Themen für Kinder von Kindern.

Leuenbergers und Ineichens Auftritte waren fast beinahe so peinlich :)

Hier der Bericht aus der Sendung vom 08.09.2009:

Jetzt mal ehrlich …

Tuesday, May 26th, 2009

… wer sein Geld als “Normalo” noch bei der UBS oder CS anlegt, hat doch echt eins an der Waffel. Der eben gelesene Artikel auf Tagi.ch hat mir dies erneut bestätigt.

Was die UBS bietet, ist für …
… die moralisch denkenden, vom Job abhängigen Bankangestellten entmutigend
… die moralisch denkenden, vom Job eher unabhängigen Manager peinlich (da sie nicht die Eier haben, die Konsequenzen zu ziehen oder aufzustehen)
… die unmoralischen Angestellten kein Problem (und einfach nur scham- und skrupellos gegenüber den Kunden, den Schweizer Steuerzahlern, etc.)

Finanziell gesehen, hätte ich mich wohl auch besser in Richtung Bank weitergebildet und zudem ein “Wie werd ich zum rücksichtslosen Halsabschneider”-Seminar besucht. Vielleicht hätte ich mit den Jahren meine Moral wirklich auf der Strecke liegen lassen und würde nun auch langsam dick absahnen. Aber ist es das wirklich wert?