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The crisis of capitalism

Wednesday, August 25th, 2010

David Harvey, radiklar Sozialist, Anhänger des Marxismus und folglich Kritiker des Neo-Liberalismus, über die Gründe der aktuellen Krise. Dank schicker Visualisierung kann sogar ich seinen Gedanken folgen. Im Mittelpunkt steht das systematische Risiko, welches aufgrund Gier im grossen Stil ignoriert wurde. Noch schlimmer, aus klaren Anzeichen und Erfahrungen wurde man, einmal mehr, nicht schlau.

“The thesis . . . is that in many ways the form of the current crisis is dictated very much by the way we came out of the last one.” — David Harvey, 26 April 2010

Und es geht weiter, denn im aktuellen System wird eine Krise nicht behoben, sondern sie wird nur weitergegeben. Sei es in der Form oder auch geografisch: Japan, Argentinien, PIGS, etc.

Ich bin weiss Gott oder zum Glück kein Wirtschaftsspezialist, aber es stimmt mich traurig, wenn Macht und bedingungslose Bereicherung unsere Wirtschaft noch immer kontrollieren. Vor allem im letzten Punkt kann ich also zustimmen: Ein Umdenken ist nötig!

Meiner Meinung nach soll nicht die Finanzwirtschaft die Realwirtschaft steuern, bzw. auf den rechten Pfad bringen, sondern umgekehrt. Dies ist leider nicht mehr so. Spekulationen generieren fiktive Märkte oder nicht vorhandene Nachfrage. Dies ist unter anderem schön visualisiert im obigen Video (Wachstumsunterschiede).

Das Denken wird jedoch lieber in weitere Schlupflöcher investiert. Heute früh bin ich beispielsweise auf diesen Artikel gestossen.