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Job-Inseart sagt mehr als tausend Worte

Wednesday, June 30th, 2010

Vor dem Launch des neuen iPhones sind erstmals konkrete Screenshots aufgetreten, die wirklich auch dem neuen Gerät entsprachen. Das Design hat mich sofort angesprochen und ich hab mir ernsthaft überlegt mein Milestone zu ersetzen. Das Milestone ist wahrlich keine Design-Perle, doch ich mag Android und grenze mich gern auch etwas ab.

Die angeblichen Mängel halten mich wohl von einem Kauf ab. Auf diversen Seiten ist von Verbindungsproblemen beim Telefonieren zu lesen, die Apple gar bestätigt hat. Hier zeigt sich auch, dass niemand Apple etwas vormacht, wenn es um die Einführung und Ankündigung neuer Produkte geht, aber auch dass sie dafür wenig Ahnung davon haben, wie man sich verhält, wenn mal etwas nicht geplant läuft. Erst bestreitet Steve Jobs die Probleme, dann ist das zurückhaltende Unternehmen aber plötzlich kommunikationsfreudig.  Anstatt Lösungen zu bringen oder sich zu entschuldigen, heisst es plump: “Wenn Sie dies beim iPhone 4 je feststellen, halten Sie es nicht von links unten”. Oder man solle sich eine Hülle besorgen, die das Problem behebt.

Dass Probleme bestehen, ist klar und wird auch auf der eigenen Webseite schön aufgezeigt. Auf Gizmodo bin ich auf folgenden Screenshot gestossen:

Microsoft wird sich freuen, haben diese doch auch kürzlich eine etwas umstrittene Pressemitteilung mit Zahlen publiziert, in der sie zeigen, wer über die ganze Branche der Platzhirsch ist. Vorsicht, nicht die Zahlen sind umstritten (die sind beeindruckend), sondern der Zweck der Pressemitteilung.

Nachtrag: Habe eben einen Bericht per RSS erhalten, der die internen Richtlinien im Umgang mit dem Empfangsproblem enthält :)

Leitfaden im Detail:

Halte diesen Leitfaden griffbereit – der Tonfall, in dem Du diese Informationen weitergeben, ist sehr wichtig.

a. Der drahtlose Zugang des iPhone 4 ist der beste, den wir je ausgeliefert haben. Unsere Tests zeigen, dass die Gesamtleistung der iPhone-4-Antenne besser ist als die des 3GS.

b. Jedes Handy, nach dem man greift, büsst dadurch an Empfangsqualität ein. Das gilt für das iPhone 4, das 3GS und viele andere Handys die wir getestet haben. Diese Einbußen muss man akzeptieren, wenn man drahtlose Geräte verwendet.

c. Wenn Sie diesem Problem auf einem 3GS begegnen, dann vermeiden Sie, die untere rechte Seite des iPhones mit der Hand zu bedecken.

d. Wenn Sie diesem Problem auf einem iPhone 4 begegnen, dann vermeiden Sie, den schwarzen Streifen in der linken unteren Ecke des Metallbandes mit der Hand zu bedecken.

e. Durch eine Hülle oder den Bumper (Apples Hülle für das iPhone 4, Anm. von Gizmodo), die aus Kunststoff gefertigt sind, kann sich die Empfangsqualität verbessern, weil diese Hüllen verhindern, dass man mit der Hand die genannten Bereiche des Handys berührt.

Löse keinen Garantiefall aus. Beziehe die oben beschriebene Position in jedem entsprechenden Kundengespräch. Vergiss aber nicht, dass Du das Problem trotzdem genau analysieren musst. Wenn sich ein Kunde über den schlechten Empfang seines iPhones beschwert, das währenddessen vor ihm liegt (also nicht gehalten wird), dann handelt es sich nicht um ein Problem mit dem Metallband.

Eskaliere den Anruf nur, wenn das iPhone nicht in der Hand gehalten wird und Du das Empfangsproblem nicht selbst lösen kannst.

Wir besänftigen Kunden nicht, in dem wir ihnen kostenlose Bumper zusenden. Versprich’ Kunden keinesfalls, dass Du ihnen einen kostenlosen Bumper schicken wirst

micro SIM – Technologie, die passt

Friday, January 29th, 2010

Sorry, dass ich hier zum Techno-Blog mutiere, aber ich habe eben etwas interessantes gelesen. Nix neues, dass der iPad keine normale SIM-Karte verwendet, sondern eine sogenannte micro SIM – eine kleinere SIM-Karte (wie’s der Name sagt). Dazu kann man also nicht einfach zur Schere greifen und die alte SIM schön zuschneiden, sondern es steckt auch eine neue Technologie dahinter.

Man kann sich also fragen, wieso Apple sich für diese Technologie entschieden hat. Einerseits bringt es etwas Platzersparnis, doch ich bezweifle, dass dies der Grund ist, dies einzugehen. Bringt diese Änderung doch auch kostspielige Anpassungen bei den Providern mit sich. Was die micro SIM alles an neuer Technologien mit sich bringt, kann ich leider nicht sagen (evt. mehr Speicher und leistungsfähiger). Was ich aber gehört habe, soll die micro SIM das Hacken des SIM Locks praktisch verunmöglichen. Und da scheint wohl das Interesse von Apple zu liegen. Das heisst man ist neben der Hardware-Bindung wohl auch noch langfristig an den Provider gebunden. Falls dies nicht stimmt, dann hätte man zumindest aber einen gewissen “Hardware-SIM Lock”. Da ich davon ausgehe, dass die Provider ihre Investitionen gedeckt haben wollen, werden wohl nur 24-Monate Verträge angeboten. Günstig kommt das iPad also sicherlich nicht.

Mich würde es auch nicht verwundern, wenn man dementsprechende Pläne anhand entsprechender Firmenübernahmen/-teilnahmen belegen könnte. Weiss da jemand mehr? Bzw. wo man sowas recherchieren könnte?

Was witzig ist: Als Schweizer macht das Ding praktisch keinen Sinn. Hulu&Co. funzen nicht von hier aus. Filme mieten klappt auch nicht (wegen den Rechten). Bei Büchern sind sie scheinbar auch nicht wirklich sicher. Eventuell kommt der iBook Store vorerst nicht in die Schweiz.

Mehr zu mico SIM:
Hab mich eben noch kurz erkundigt. Wurde scheinbar 1998 entwickelt und benötigt weniger Platz, bietet aber mehr Speicher. Ansonsten gibt es nicht wirklich gravierende Unterschiede. (Quelle)

Kommt das Apple Tablet?

Wednesday, January 27th, 2010

Heute ist es soweit. Apple lässt die Katze aus dem Sack und bringt somit die brondelnde Gerüchteküche zum Schweigen. Wie so oft hat Apple gezeigt, dass ihre Stärke nicht nur bei Produktinnovationen liegt, sondern hauptsächlich im Marketing.

Apple reitet dank dem iPhone und den Einnahmen aus dem App-Store auf der Erfolgswelle. Schätzungen ergeben, dass bisher über 4 Mrd. USD auf dem App Store umgesetzt wurden.  Aufgrund diesem beeindruckenden Erfolg kann Apple im Moment auch noch über die Probleme mit der Piraterie hinweg schauen – dies kostet Apple schätzungsweise ca. 450 Mio. USD seit Launch des iPhones.

Doch nicht genug, das nächste Produkt soll heute auf den Markt kommen. Die Rede ist von einem Tablet PC, dessen Name aber noch nicht feststeht (neben iSlate und iPad gab es unzählige weitere Spekulationen). Auch die Hardware-Details lassen sich nur auf Gerüchte zurückführen. Fakt ist, dass die Gerüchte um das Tablet bereits 2002 begonnen haben, was dieser Artikel wunderschön aufarbeitet.

Was kann das Tablet?
Hier ist man sich ziemlich einig und man muss auch kein Experte sein, um den Funktionsumfang des Tablets einzugrenzen. Das Tablet wird ein Multimedia-Gadget, das neben dem Filme und Musik abspielen, hauptsächlich auch für Online-Funktionen gebraucht wird (Surfen, Mailen, etc.). Dazu braucht es eine leistungsfähige WLAN-Karte und (so hoff ich doch) einen SIM-Slot für Datenabos. Dank Amazon’s Kindle springt man auf den E-Book-Zug auf und trumpft hoffentlich mit interessanten Kooperationen auf.  Selbstverständlich können auch gängige Office-Anwendungen ausgeführt werden. Multitouch, einfaches Verwalten von Apps und Bewegungssensoren werden ganz wie bei iPhone ebenfalls enthalten sein.

Apple macht Kohle
Interessant sind die Gerüchte um das Betriebssystem, wo man davon ausgeht, dass entweder ein iPhone-basiertes OS laufen wird oder aber ein auf OS X aufbauendes. Wobei dies für den normalen Nutzer nebensächlich ist, wenn man den vielen Usablity-Lobgesängen auf Apple Glauben schenken darf. Viel wichtiger ist, dass das Tablet auf den Services App Store und iTunes aufbaut. Hier kommt schlussendlich das grosse Geld rein.

Im Falle von Apple verdient das Unternehmen zwar schon richtig dick an der Hardware, was nur wenige von sich behaupten können (zu diesem Thema alleine könnte ich seitenweise schreiben :)). Doch langfristig lässt sich mit den Apps und Multimedia-Käufen richtig Geld machen.

Schlüssel zum Erfolg
Apples Erfolg liegt einerseits bei den Produkten selber, welche jeweils sehr hübsch designt sind und qualitativ auch etwas hergeben. Die Software ist verständlich und aufs Wesentliche reduziert. All diese Produkte sind übersichtlich im Sortiment angeordnet und die treue Kundschaft kennt mittlerweile die Release-Daten neuer Produkte. Dieser eingespielte Produktlebenslauf basiert nicht auf Zufall, sondern ist sehr sorgfälltig durchdacht und wurde lanjährig aufgebaut.

Die zweite, und meiner Meinung nach die Grösste, Stärke liegt im Marketing von Apple. Was bereits im oben genannten Punkt beginnt. Hier spreche ich nicht von den klassischen “Apple ist besser als Microsoft“-Werbespots, die mittlerweile eher fahl als frisch und witzig sind; sondern über die gezielte Einführung eines Produktes mittels schüren von Gerüchten. Beim sogenannten Seed-Marketing geht es darum Themen präzise zu platzieren und einen viralen Effekt zu erzielen. Die um Apple bestehende Community nimmt diese Themen dankbar auf und verbreitet diese wie wild.

Apple gibt Informationen gezielt und häppchenweise in den Umlauf und baut eine riesige Spannung auf, welche an einem vorgegebenen Datum aufgelöst wird. Ich kenne kein anderes unternehmen, welches über ein solches Geschick in der Dramaturgie einer Produkteinführung verfügt. Erstaunlich ist insbesondere, dass es trotz Apple’s Grösse so hervorragend funktioniert. Scheinbar wird viel Aufwand betrieben, um keine Löcher zuzulassen.

Mittlerweile fügt sich nicht nur die Community diesem Einführungsprozess, sondern viel mehr die Konkurrenz. Je klarer die Gerüchte werden, um so eifriger versucht man darauf zu reagieren. An der letzten CES waren die Tablets eines der meist diskutierten Produkte. Oft grenzt sich Apple aber von der übrigen Hard- und Software mit einer neuen, innovativen Funktion ab (wie z.B. Multi-Touch beim iPhone). Erstaunlicherweise muss diese Funktion nicht mal besonders wichtig oder besonders nützlich sein – manchmal noch nicht mal etwas Neues, sondern etwas gar Selbstverständliches (wie sehr hat man auf das Copy-Pasten beim iPhone gewartet? Und mich würde es wundern, wie oft es effektiv gebraucht wird).

Fazit
Mich erstaunt das ganze Drumherum, das Apple so erfolgreich schührt. Auch ich verfolge diese Entwicklung mit Spannung und erwarte auch mit Spannung das hoffentlich heute präsentierte Produkt. Trotzdem hab ich mich nicht von Apple bekehren lassen (evt. liest man das auch dem obigen Text – ausser iPod / iTunes).

Gegenüber Tablets bin ich eher skeptisch. Ich glaube nicht an deren Erfolg, hat man mit der Smartphone-Notebook Kombination schon genügend mobile Geräte. Ich brauche keinen Lückenfüller. Und beim Pendeln kann ich auch gut mit Papier leben. Und sobald ich nicht auf einer Tastatur schreibe, fühle ich mich unsicher und ineffizient. Hier sehe ich Potenzial für die “innovative Neuerung”, welche ich oben erwähnt habe. Ein Touchscreen mit Response. D.h. eine Tastatur auf dem Touchscreen.

Trotzdem traue ich Apple den Erfolg zu und vor allem traue ich Ihnen zu, dass sie ein neues Bedürfnis schaffen könnten. Auch wenn das Produkt lediglich in der Community Anklang findet, kann mittlerweile von einem grossen Absatzmarkt gesprochen werden.

Einige visuellen Gerüchte zum Tablet:

Und wenn wir doch schon …
… bei Apple sind, möchte ich euch diesen gelungenen Vergleich nicht vorenthalten: Apple vs Google – Benevolent Dictatorship Vs Free Democracy?

Wobei ich sowohl bei Apple das “Benevolent”, sowie bei Google das “Free” in Klammern setzen würde :)

Dünn ist in

Thursday, October 8th, 2009

Das MacBook Air hat grosse Wellen im mobilen Computer Markt geschlagen. Richtig eingeschlagen hat es aber nicht. Ich denke, dass dies hauptsächlich mit dem Netbook-Boom zu tun hat. Ein gutes Netbook ist günstiger, ähnlich gross, ähnliche Leistung.

Nichts desto trotz hat auch Dell ein ultradünnes Notebook auf den Markt gebracht (sogar dünner als das MacBook Air). Dell übertrifft nicht nur die Apple Hardware, sondern meiner Meinung nach auch gewinnt Dell punkto Deseign klar. Der Dell Adamo ist ein echtes Schmuckstück, aber sehr teuer.

Jetzt kommt Sony mit einem noch dünneren und leichteren Notebook – auch ähnlich teurer. Die Vaio X Serie wiegt nur gerade 725 Gramm. Dank Carbon-Gehäuse ein wahres Leichtgewicht also. Der Markt für kleine und dünne Design-Notebooks mit, naja, nicht all zu starker Leistung scheint zu bestehen. Zugegeben, für so ein Teil würde ich mir es auch noch überlegen auf etwas Leistung zu verzichten.

Tanz der Giganten – es geht drunter und drüber im Online-Markt

Wednesday, August 5th, 2009

Es tut sich was im weltweiten Online-Markt:

Ich bin wirklich gespannt, wohin wir uns bewegen. Ich denke, dass einer der grösseren Verlierer einmal mehr eBay sein könnte. Ihr Hauptgeschäft verzeichnet kaum Wachstum, wogegen der Hauptkonkurrent Amazon kräftig zulegt. Zudem kommen neue Konkurrenten bei Pay Pal und Skype hinzu.

Auch Apple bewegt sich in gefährlichem Gewässer. Sind sie wirklich schon bereit für einen Kampf gegen den langjährigen Partner Google? Microsoft hat zwar immer noch Probleme mit ihren Produkten, hat aber eine bessere Marktposition und ist sich den ruppigen Seegang besser gewohnt.