Nicht dass mir Dr. Eckart von Hirschhausen zuvor schon ein Begriff war, aber ich bin aus blossem Zufall auf sein Buch “Glück kommt selten allein” gestossen. Und ich möchte euch eine kleine Rezension dazu nicht vorenthalten.
Dr. Eckhart von Hirschhausen hab ich per Zufall mal im TV entdeckt. Ich glaub es war auf 3sat spät in der Nacht unter der Woche. Irgendwie konnte ich mir den Namen auf Anhieb nicht merken, wer mich kennt, weiss dass ich darin nicht besonders stark bin. Doch der Herr hat mich von Anfang an mitgerissen. Die Mischung aus Wissenschaft, Humor und Show-Talent spricht für sich. Hirschhausen arbeitete mehrere Jahr als Neurologe und kam dann zum hessischen Fernsehen, wo er eine medizinische Sendung moderierte. Zudem schrieb er für Focus, Spiegel und andere Magazine. Schliesslich versuchte er sich als Komiker, was ihm den Auszeichnungen wie dem Paulaner -Solo Kabarettpreis 2003, dem Jurypreis des Berliner Kleinkunstfestivals 2003, dem RTL Comedy Cup sowie dem Prix Pantheon einbrachte. Nach zwei erfolgreichen Comedy-Programmen (eins, zwei) erschien nun dieses Jahr sein Buch “Glück kommt selten allein”.
Das Buch beginnt in etwa so (und auch ein schönes Review, dass ich gefunden habe): “Jeder ist seines Glückes Schmied. Und so sieht es auch aus: reichlich behämmert.” Hirschhausen schreibt teils humorvoll, teils sachlich über das Thema Glück. Zudem erläutert er seine These, wieso Glück nur ein Abfallprodukt der Evolution ist und warum es endloses Glück zum Glück nicht gibt. Auch wieso eine Bronze-Medaille einfach besser ist als eine Silber-Medaille. Er bringt eigentlich alles gezielt auf einen Punkt. Glück ist nicht Zufall, Glück ist machbar, Glück ist da. Und es liegt an der Person selbst, was sie daraus (aus dem Buch) macht. Dies sind sicherlich keine neuen Worte, doch wie die Verpackung, die Begründung und die Beispiele zeichnen das Buch aus – auch das Timing, befinden wir uns doch noch immer in einer krisengeprägten Zeit. Hirschhausen bedient sich einfachster Worte und erklärt selbst wissenschaftliche Erkenntnisse sehr verständlich.
Das Buch war zu keiner Zeit langweilig. Leider macht es aber nicht glücklich, auch nicht unglücklich ;) es regt den Leser zum Überlegen an und man fragt sich oft: “Wieso ist mir das noch nie aufgefallen?”. Vom grossen Schmunzeln in der S-Bahn bis zum “Aha”-Erlebnis deckt das Buch ein breites Spektrum ab. Mir hat’s wirklich super gefallen. Nicht zuletzt, weil es weder Richtlinien, noch neunmalkluge Thesen aufstellt. Es ist, wie es steht und es steht, wie es ist. Möchte man sich dem annehmen, hinterfragt man es, egal. Ich empfehle es wärmstens und garantiere für Unterhaltung und bestimmt nicht für Glück :)
Mittlerweile gibt es eine Webseite zum Buch, die aber noch nicht besonders viel Content aufweist und auch nicht wirklich aktuell ist.
Wer Hirschhausen nicht kennt, hier eine kleine Kostprobe seines Comedy-Programms “Glücksbringer”:
Wer die Programme kennt, wird im Buch einige Stellen bereits kennen, aber tortzdem. Es ist’s wert!
Gefunden über Digg und verwiesen auf die Huffington Post. Zufall, hab ich doch erst kürzlich einen interessanten Bericht über die Huffington Post gelesen. Mittlerweile ein politisches Schwergewicht in den USA und mehr Reichweite als manch renomierte Print-Zeitung hat das Internetmagazin früh erkannt worauf es ankommt, um Reichweite zu generieren. Die Huffington Post ist mehr als eine Zusammenstellung aus Blog-Beiträgen und Links zu anderen Artikel. Die Gründerin, Arianna Huffington, setzte früh auf bekannte Namen und schaffte es, diese kostenlos zum Schreiben zu bringen. Schon früh steuerten John Cusack oder Norman Mailer Artikel bei. Der Durchbruch war bald geschafft.
Ein weiterer Erfolgsschub kam durch die amerikanische Präsendentschaftswahl. Liberal positioniert stand die Huffington Post hinter Obama (wie man auch an der oberen Karikatur erkennt). Während den letzten Monaten vor dem Wahltag vergrösserte sich die Leserschaft markant. Sie gehörte in dieser Zeit zu den 30 meistgelesenen News-Seiten weltweit! Danach sei der Besucherstrom wieder eingebrochen. „Es ist einfacher, in der Opposition zu sein“, sagt Huffington-Post-Redakteur Marc Cooper.
Was gibt es Schöneres zu lesen als fesselnd geschriebene, spannende Artikel mit schönen Bildern und einer Prise Humor? Richtig, nicht viel. Genau dies setzt Claudio Del Principe auf seinem Blog “Anonyme Köche” um. Dass dieser Herr “kochsüchtig” ist, glaubt man spätestens nach dem Lesen einiger Posts. Mit Liebe zum Detail, Wortwitz und makellosem Schreibstil tippt er wöchentlich 1-2 Artikel ins Netz. Dies reicht von Rezepten zum Nachkochen bis zu Reiseberichten und Meinungsäusserungen. Nun gibt’s den Blog auch in Print. Ich empfehle euch beides.
Kopiert vom Blog: (Noch) nicht in jeder besseren Metzgerei oder Delikatessabteilung, aber ab dem 1. September 2009 beim Buchhändler des Vertrauens. Der Verlag Gräfe und Unzer (GU), München, hat «Anonyme Köche», Geschichten und Rezepte, kompromisslos und kunstvoll als Buch umgesetzt.
Also Schluss mit Speichelfluss vor dem Bildschirm – Buch kaufen, darin schmökern, daran schnuppern, daraus kochen, damit glücklich werden.
Und das Beste: Wer fertig ist mit Buchlesen, bekommt hier auf dem Blog immer frischen Nachschlag. Lasst es Euch schmecken!
Claudio
Das Buch kostet 35.90 und besteht aus 192 Seiten. Ich werde es mir, wenn nur aus purem Wunsch nach handfestem Material, wohl eher nicht kaufen. Die ersten Feedbacks von Neulesern sind überaus positiv, nicht aber diejenigen der Blog-Leser. Nicht viel Neues sei darin zu entdecken, wenn man die Artikel bereits kenne.
Kurzbeschreibung: Kompromisslos, intelligent, unwiderstehlich:
ANONYME KÖCHE ist ein Kochbuch der seltenen Art, in dem kluger Wortwitz und mitreißender Kochwahn aufeinandertreffen. Claudio Del Principe, Mitbegründer des Schweizer Foodblogs anonymekoeche.net beschreibt in seinem Buch die Welt aus der Sicht eines Kochsüchtigen, mit spitzer Feder, einer großen Portion Selbstironie und einem ausgewählten Schatz an Rezepten, deren Motto heißen könnte: Die Vollendung der Schlichtheit! Linsen oder Gnocchi, Rhabarberkuchen, Wolfsbarsch oder Filetsteak, alles Ergebnisse exzessiver Kochlust, locken nicht nur an den gedeckten Tisch, sondern auch und vor allem an den eigenen Herd. Denn nach dieser erstaunlichen Lektüre ahnt selbst der Kochmuffel: Kochen mit Leib und Seele macht einfach glücklich!
Heute vor 64 Jahren starben 80,000 Japaner durch “Little Boy”. Weitere 10’000-50’000 erlagen in den Tagen danach ihren Verletzungen. Nur drei Tage später folgte ein weiterer Schlag der Amerikaner auf Nagasaki.
Sowohl die USA, als auch Japan und andere Kriegsnationen haben sich bis heute nicht für ihre Greueltaten entschuldigt, noch wurden grosse Teile der eigenen Geschichte aufgebarbeitet.
Habe eben durch Digg eine beeindruckende und erschreckende Bildersammlung entdeckt und dazu einen passenden Kommentar gefunden:
“I don’t know which weapons World War III will be fought with, but World War IV will be fought with sticks and stones.”
- Albert Einstein
Ich bin wirklich gespannt, wohin wir uns bewegen. Ich denke, dass einer der grösseren Verlierer einmal mehr eBay sein könnte. Ihr Hauptgeschäft verzeichnet kaum Wachstum, wogegen der Hauptkonkurrent Amazon kräftig zulegt. Zudem kommen neue Konkurrenten bei Pay Pal und Skype hinzu.
Auch Apple bewegt sich in gefährlichem Gewässer. Sind sie wirklich schon bereit für einen Kampf gegen den langjährigen Partner Google? Microsoft hat zwar immer noch Probleme mit ihren Produkten, hat aber eine bessere Marktposition und ist sich den ruppigen Seegang besser gewohnt.
Latenight-Comedian Bill Maher und Borat-Macher Larry Charles widmen sich dem Thema “Religion” und von Anfang ist klar, dass Sie dabei kein Blatt vor’s Mund nehmen. Der kritische, rationale Bil Maher interviewt und hinterfragt verschiedenste Personen aus unterschiedlichen Religionen – Trucker in einer Highway-Kapelle, Jesus aus dem Holy Land Vergnügungspark, Jesus persönlich (ein Mexikaner (?), der glaubt er sei der wiedergeborene Jesus), muslimische Geistliche, jüdische Erfinder, etc.
Besonders interessant wird es, wenn er Fernsehprediger und religiöse “Popstars” interviewt, die aus dem Glauben ihrer Mitmenschen schamlos Kapital schlagen oder wenn fundementalistische Gläubige ohne jegliche Argumente dastehen.
Neben dem amüsanten Teil thematisiert Maher aber hauptsächlich die Unsinnigkeit der Religion und welche Gefahr davon ausgeht, wenn mächtige Personen nicht rational denken können und sich von der Religion lenken lassen.
Mir persönlich hat der Film sehr gut gefallen. Bill Maher geht dabei zwar oft über die Grenzen und macht sich auch über die Leute lustig. Obwohl micht dies nicht gestört hat, denk ich aber, dass er vorsichtig damit sein sollte, denn er kritisiert auch die Intoleranz der Anhänger und setzt sich somit auf denselben Ast.
Ein ausführliches DVD-Review findet man auf Outnow.ch.
Den Film kriegt man bei Soundmedia und anderen Vertreibern.
Collegehumor.com nimmt Bing und den kürzlichen Google-Ausfall auf die Schippe:
Quelle: www.collegehumor.com
Passend zum Thema bin ich heute über einen spannenden Artikel gestossen. Eine Studie zeigt, dass Bing sowohl visuell, als auch inhaltlich besser als Google abschneidet. Trotzdem ist die Mehrheit der Probanden nicht gewillt, die Standardsuchmaschine zu wechsseln – dies aufgrund bezogener Services und der Gewohnheit.
“Bing generates interest,” one user wrote, “but it’s hard to take me away from Google because I’m so comfortable with it.”
Auf dem Internet-Briefing Blog habe ich mir eben einige Schreibtipps zu Herzen genommen. Nicht’s Neues für mich, aber sicherlich eine gute Auflistung relevanter Tipps. Unten habe ich noch einige ergänzt (11-16) und kommentiert (10).
Tipp 1: Machs kurz: Kürze und Prägnanz fördern Verständlichkeit, Leseführung, etc.
Tipp 2: Kernige Aussagen statt leere Wortspiele
Tipp 3: Behaupte nicht. Beweise es: Argumente auflisten und nachvollziehbare Argumentation.
Tipp 4: Hat dein Text Blähungen? Füllwörter wegstreichen, keine Nebensätze einbetten.
Tipp 5: Lass keine Zweifel aufkommen: Wollen, können, dürfen, etc. weglassen
Tipp 6: Formuliere aktiv statt passiv
Tipp 7: Werben mit Verben
Tipp 8: Deine Leser denken nur an sich selbst: Wichtige Aussage! In die Sicht des Adressaten versetzen.
Tipp 9: Entferne den Stopp-Werbung-Kleber an deinem Briefkasten: Beobachte und lerne
Tipp 10: Lass deine Texte von professionellen Texter/-innen überarbeiten (siehe Bemerkung)
Tipp 11: Vermeide (oder erkläre) Fremdwörter
Tipp 12: Streiche Wortkreationen und Floskeln (was zum Teufel ist Immunufortis?)
Tipp 13: Verwende Lead-System: Das Wichtigste/Neuste zuerst
Tipp 14: Eine Aussage reicht vollkommen (+evt. 1-2 Nebenaussagen)
Tipp 15: Übertreibe nicht und bleibe transparent
Tipp 16: Formtierungen geschickt wählen: Schlüsselwörter hervorheben, Auflistungen, Zwischentitel, etc.
Bei Punkt 10 merkt man schnell, dass die Tipps von einer Textagentur kommen (www.supertext.ch). Ich bin nicht der Meinung, dass man jeden Text für teures Geld prüfen lassen soll. Selbstkritik und ein Paar genaue Augen reichen meist aus!
Dem Artikel fehlen leider Informationen. Der Autor Daniel Niklaus erwähnt nicht, für welche Textart diese Tipps relevant sind. Gemeint sind wohl vor allem Werbetexte (aufgrund der Positionierung und Erwähnungen). Die meisten Tipps gelten auch für Web-Texte, PR-Texte, E-Mails, etc.
Im Artikel selbst fügt Daniel zu den Punkten 1-10 gute Beispiele hinzu, um die Tipps verständlicher zu machen.
Ich bin heute auf zwei tolle Seiten gestossen. Leider kam ich noch nicht dazu diese wirklich ausführlich zu testen, doch der erste Eindruck hat mich wirklich überzeugt. Natürlich möchte ich euch diese nicht vorenthalten.
Navify – Das multimediale Wikipedia Wer Videos, Sounds und eine Vielzahl Bilder auf Wikipedia vermisst hat, ist mit Navify bestens bedient. Die Webseite bietet nicht nur digitale Aufwertung, sondern auch verschiedene Möglichkeiten, die Informationen zu verbreiten oder zu speichern (z.B. Einbinden von ganzen Seiten (siehe unten), Kommentarfunktion, etc.).
Evri – Was Google sein möchte
Sieht man die letzten News bezüglich Stossrichtung von Google, ist Evri genau etwa das. Mit einer Suchabfrage erscheinen klassische Suchresultate (gegliedert in Themenbereiche), verwandte Themen, Bilder, Videos, Wikipedia Definitionen, Google Maps Anbindung, Twitter-Kommentare zum Suchbegriff, etc.
Wirft man einen Blick auf die Startseite, erkennt man relativ schnell, dass Evri noch im Beta-Status ist (und nicht nur wegen dem Logo ;)). Trotz und wegen Beta werde ich in Zukunft mal Evri testen.
Hier zwei Beispiele für den Suchbegriff “Matterhorn”:
Natürlich, die Situation ist nicht zu unterschätzen, aber sie darf auch nicht überschätzt werden und man sollte schon gar nicht mit dem Ast im Ameisenhaufen wühlen, um die Situation noch mehr anzuheizen.
Schaue ich mir die Google abfragen der letzten sieben Tage an, scheint aber genau letzteres zu geschehen. Die Schweizer Internet-Nutzer suchen wie wild Informationen zur Schweinegrippe. Hier die Top10 News-Abfragen der letzten sieben Tage:
Die Roche wird ihre Tamiflu-Produktion hochschrauben und ins Fäustchen lachen. Verständlicherweise, wenn man einen Blick auf den Aktienkurs macht (und Novartis möchte da auch ein Scheibchen abschneiden).
Wenn wir doch schon bei Digital von DRS3 sind, möchte ich euch zwei meiner absoluten favourite podcasts nicht vorenthalten:
DigitalPlus: Obwohl für mich jeweils nur wenig Neues dabei ist, finde ich den Technologie-Podcast von DRS3 absolut empfehlenswert. Meistens sind die Themen gut gewählt und enthalten eine abwechslungsreiche und ausgewogene Mischung. Ab und zu, kommt es jedoch vor, dass unsinnige Themen sehr viel Platz erhalten (beispielsweise auf welche Weisen man eine Festplatte schrotten kann). DigitalPlus ist unter anderem eine Zusammenfassung der Digital-Sendungen unter der Woche.
Input: Zum Zweiten wäre das Input, ebenfalls von DRS3. Hier geht es meist, um ein sehr offenes Thema (z.B. Träume) oder ein aktuelles gesellschaftliches Problem (Rintalin, Rehabilitation), welches aus verschiedenen Perspektiven abgehandelt wird. Gepfeffert wird mit interessanten Personen, die etwas zum Thema zu sagen haben. Gesalzen mit guter Recherche (Ausnahme der Sendung Music 2.0, wo man doch prompt LastFM&Co. vergass zu erwähnen und ein Grossteil der Sendung auf genau eine solche Lösung hinauslief). Alles in allem jedoch: Radio wie’s sein sollte!
DigitalPlus wird Samstagnachmittag ausgestrahlt und Input läuft jeweils Sonntagabend um 20:00 Uhr auf DRS3 oder beide auch als Podcast erhältlich.
Diese Woche war geprägt von Google-Entdeckungen. Was heisst, ich habe gleich drei neue Angebote von Google entdeckt, welche für mich ziemlich vielversprechend aussehen:
Google Insight for Search: Dieser Service bietet Einblick in die Suchabfragen von Google, anderst als bei Google Trends kann man hier mehr spezifizieren und gewünschte Ergebnisse zusammenstellen. Für mein iGoogle habe ich mir folgenden Screen zusammengestellt:
Product Search Germany – last 7 days
Product Search Germany – last 30 days
Google Searches Switzerland – last 30 days
Google News Searches Switzerland – last 7 days
Die Resultate sind wirklich gut und lassen gewisse Tendenzen und Schlüsse aus sich ziehen. Google unterscheidet zwischen “Search Terms” und “Rising Searches”. Wobei “Search Terms” die eigentlichen Suchbegriffpopularität darstellt und “Rising Searches”, Suchbegriffe, die in der gewählten Periode vermehrt gesucht wurden.
Google Insight for Search lässt sich nach Suchbegriffe, Regionen und Zeitspannen teilen, wobei man anschliessend noch selektieren kann, welche Resultate gefragt waren (News, Bilder, etc.) und in welcher Zeitspanne (Woche, Monat(e), Jahr(e)). Google lässt sogar zu, dass man dies auf Kategorienebene abfragen kann. Google Insight Search kann somit beispielsweise zur Bestimmung aktueller und relevanter Keywords genutzt werden.
Google Similar Images: Dieser Service befindet sich noch im Labs-Verzeichnis. Google hilft bei der Bildersuche und nimmt dem Anwender viel Arbeit ab. Beispielsweise suche ich nach “Zug”, zeigt Google Images Züge an, aber auch die Stadt Zug. Klickt man auf die Stadt, erscheinen mehrere Bilder der Stadt, unter anderem der See. Ich klicke also weiter auf den See und komme unter anderem auf ein Bild mit dem Rigi (ein bekannter Berg in der Region), wähle ich dieses aus, liefert mier Google mehr Bilder zum Berg. Diese semantische Vernetzung ist schlichtweg genial. Man erhält innert Kürze tolle Suchresultate. Leider sind noch nicht alle Bilder indexiert und verlinkt, wie und bis wann Google dies verwirklicht ist offen. Trotzdem möchte ich ein kleines Beispiel zeigen: Ich möchte einen Gutschein für ein Wochenende in London erstellen. Da gibt es doch bestimmt einige berühmte Wahrzeichen (Brücke und Turm oder so). Ich tippe also London ein, um ein gutes Bild zu erhalten.
Google zeigt mir einige Bilder von London. Vom Big Ben bis zur Stadtkarte. Ich entscheide mich für die Tower Bridge:
Ich klicke auf die Tower Bridge, um mehr Bilder davon zu erhalten:
Das Resultat kann sich definitiv sehen lassen. Ich habe innert einer Suchabfrage und einem Klick die gewünsche Auswahl trotz anderem Suchbegriff. Interessant wird es, wenn Google dies für normale Suchabfragen aufschaltet (“Similar Search”), da viele Suchabfragen mittlerweile total überfüllt sind von Ramschresultaten.
Google News Timeline: Wer schon einmal im Internet recherchieren musste und die Chronologie ein wichtiger Punkt war, wird diese Funktion lieben. Google ordnet die Suchresultate chronologisch und nimmt so bei einer aufbauenden Recherche viel Arbeit ab. Kein mühsames, manuelles zusammenstellen mehr. Die Spanne der Schritte kann gewählt werden (Tage, Wochen, Monate, Jahr, Jahrzehnt) oder man kann fix per Datum suchen. Unten ist ein Beispiel aufgeführt mit der Suchabfrage “UBS Bank”, nach Monaten gestaffelt.
Ich persönlich habe mir alle drei Services dick unterstrichen und werde bei Bedarf gerne auf diese zurückgreifen.
Ich bin heute über eine witzige Story im Zusammenhang mit Google Latitude gestolpert. Google Latitude ist ein Online-Ortungsdienst per Handy, mit welchem Google allen Ausreden ein Ende setzen möchte. Kein “ich hab den Zug verpasst” oder “ich stehe im Stau” mehr, denn die Erweiterung für Google Maps zeigt, wo man sich gerade aufhält – und dies überraschend genau. Natürlich geschieht dies nicht einfach so, sondern man muss sich ein Add-On herunterladen (funktioniert mit den meisten aktuellen Geräten) und Latitude aktivieren. Um nun seine Freunde, Verwandte oder wen auch immer auszumachen, muss die Person zustimmen. Somit kein Grund zur Panik.
Trotzdem gibt es viele Stimmen gegen den Service (wie immer). Wer es nicht verwenden möchte, soll es lassen. Wer kein Problem damit hat, wird bestimmt Spass daran finden. Google verspricht, dass keine Positionsdaten gespeichert werden. Es lässt sich also kein Profil erstellen (zumindest nicht automatisch). Zudem arbeitet Google daran, dass sich Latitude von Zeit zu Zeit selbständig meldet, damit nicht irgendein eifersüchtiger Ehemann heimlich seine Frau überwacht.
Zurück zur Story, über die ich gestoplert bin: Einer Frau in San Francisco wurde auf offener Strasse eine Handtasche entwendet. Und womit konnte der Dieb wohl gefasst werden?
Bin eben über den “Media Use Index 2009” auf dem website-marketing Blog gestolpert. Der Blog titelt “Internet ist das wichtigste Medium”, was ich eigentlich nicht anders erwartet hätte. Über Jung&Alt hinweg zeigt sich deutlich die Bedeutung des Internets, welches vor Tageszeitungen und TV steht.
Ganz im Stile von persoenlich dient der Brand als Aufhänger. Spannend ist der Unterschied der beiden Segmente in der Wahl der wichtigsten Marken. Erschreckend finde ich jedoch, dass die Wichtigkeit (nicht die Bekanntheit oder Nutzung) der Medien “Facebook”, “20 Minuten”, “Pro 7″ und Co. bei uns Jungen so hoch sein soll. Entweder wurde die Frage falsch interpretiert oder man erachtet Facebook wirklich als “wichtiger” als eine Tageszeitung, ein Newsportal oder eine Informationssendung am Radio (oder Podcast).
Für mich ist die Aussage auf Seite 9 die spannendste des zusammengefassten Berichts: “Der Crossmedia-Footprintder Medienmarken ist noch gering ausgeprägt. Der Bereich Mobile wächst auf tiefem Niveau.”
Als Beispiele wurden 20 Minuten, Blick, NZZ, Spiegel, bluewin und SF 1 herangezogen. Die Verteilung auf Print, Online, TV ist verständlicherweise dem Ursprung gemäss verteilt. Der Bereich “Mobile” ist jedoch bei allen tief. Ist “Mobile” nicht das im Moment am meisten gehypte “Medium”? Doch ist es. Und auch die Versprechen rund um das Medium sind hoch: Wachstum, Boom, etc. Wenn ich dann aber solche Zahlen sehe, muss man der Realität in’s Auge sehen. Mobile ist sicherlich ein Markt, aber noch immer nicht genügend ausgeprägt.
Überrascht über “wächst auf tiefem Niveau” bin ich auch deshalb, weil die CH-Anbieter die Surf-Pakete und Abos pushen und mittlerweile auch attraktive Angebote im Sortiment haben. Wenn ich mich im Zug oder Ausgang umsehe, dann sieht man überall iPhones&Co., doch nutzen tut sie scheinbar noch niemand. Eines zu haben, scheint noch nicht gleich eines zu benutzen.
Irgendwie hab ich’s geahnt, dass mir LastFM nicht ewigs kostenlos erhalten bleibt. Künftig sollen alle Nutzer (ausgenommen Deutschland, Grossbritanien und die USA) drei Euro pro Monat für den Service bezahlen. Neukunden können sich kostenlos 30 Titel anhören und müssen dann zum Aboservice wechseln. Dies soll ab dem 30.03.2009 in Kraft treten.
Für alle, die nicht wissen, was LastFM ist hier eine kurze Erklärung: LastFM stellt dem Hörer aufgrund seiner Hörgewohnheiten einen “Radiosender” zusammen. Die Vorlieben werden durch Eingabe der Künstler auf LastFM oder durch das Hören von iTunes (durch herunterladen eines Tools) erkannt. So erstellt LastFM ein Profil, schlägt neue Künstler vor, zeigt Profil mit ähnlichem Geschmack, etc. Natürlich darf auch der Social Network Aspekt nicht zu kurz kommen. Teile deine Playlists, trete Gruppen bei, füge Freunde hinzu und vieles mehr. Hier zum Beispiel mein LastFM-Profil.
Ich bin gespannt, ob ich nun zur Kasse gebeten werde, da ich mein Profil auf LastFM.de habe und als Schweizer angemeldet bin oder betrifft dies lediglich Plattformen wie LastFM.fr? Weiss jemand mehr?
Meine ersten drei Link-Tipps zielen auf Schweizer Shopping-Seiten:
www.daydeal.ch – Die relativ neue Live-Shopping-Plattform von Brack Electronics. Ich habe schon zweimal, dreimal, doch zweimal (1x USB Stick und 1x das hier) zugeschlagen und bin wirklich sehr zufrieden. Die Irritation kam aufgrund der zweiten Live-Shopping-Plattform, auf der ich täglich reinschaue (www.qoqa.ch - soviel ich weiss, der Pionier auf dem Schweizer Markt).
www.ricardo.ch – Die grösste E-Commerce-Plattform der Schweiz mit Suchtpotenzial. Ich versuchte kürzlich meine Vespa zu verkaufen, was jedoch nicht geglückt ist. Ich kam aber zu zwei Nummern, die ich demnächst anrufen sollte. Evt. krieg ich den Flitzer ja noch los.
www.gebana.ch – Die besten Trockenfrüchte gibt’s im bio&fair Shop der Gebana AG (meine Freundin kann das bestätigen! Kaum im Haus, schon im Bauch). Neben Trockenfrüchten gibt es auch viele andere köstliche Lebensmittel und Gewürze. Zudem gibt es feine Rezepte im Shop und spannende Artikel im Blog von Gebana.