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The crisis of capitalism

Wednesday, August 25th, 2010

David Harvey, radiklar Sozialist, Anhänger des Marxismus und folglich Kritiker des Neo-Liberalismus, über die Gründe der aktuellen Krise. Dank schicker Visualisierung kann sogar ich seinen Gedanken folgen. Im Mittelpunkt steht das systematische Risiko, welches aufgrund Gier im grossen Stil ignoriert wurde. Noch schlimmer, aus klaren Anzeichen und Erfahrungen wurde man, einmal mehr, nicht schlau.

“The thesis . . . is that in many ways the form of the current crisis is dictated very much by the way we came out of the last one.” — David Harvey, 26 April 2010

Und es geht weiter, denn im aktuellen System wird eine Krise nicht behoben, sondern sie wird nur weitergegeben. Sei es in der Form oder auch geografisch: Japan, Argentinien, PIGS, etc.

Ich bin weiss Gott oder zum Glück kein Wirtschaftsspezialist, aber es stimmt mich traurig, wenn Macht und bedingungslose Bereicherung unsere Wirtschaft noch immer kontrollieren. Vor allem im letzten Punkt kann ich also zustimmen: Ein Umdenken ist nötig!

Meiner Meinung nach soll nicht die Finanzwirtschaft die Realwirtschaft steuern, bzw. auf den rechten Pfad bringen, sondern umgekehrt. Dies ist leider nicht mehr so. Spekulationen generieren fiktive Märkte oder nicht vorhandene Nachfrage. Dies ist unter anderem schön visualisiert im obigen Video (Wachstumsunterschiede).

Das Denken wird jedoch lieber in weitere Schlupflöcher investiert. Heute früh bin ich beispielsweise auf diesen Artikel gestossen.

Schlaue Krähe

Saturday, July 24th, 2010

Dass Krähen und Raben sehr intelligente Tiere sind, ist mir schon seit langem klar (beim Nüsse knacken). Aber sowas ist doch schon verblüffend:

Wie oft die das Video drehen mussten, damit das so zackig geht, steht nirgends. Wenn das jedoch eine einmalige Aufnahme wäre und das Tier derart schnell gelernt hätte, wäre das wirklich beeindruckend.

Ames-Raum bringt dein Hirn ins Schwitzen

Friday, July 16th, 2010

Ich fand die Gizmodo-Einleitung einfach toll, deshalb möchte ich die nicht vorenthalten: “Warum? Warum nur? Warum baut jemand so einen Raum, der dein Gehirn komplett verrückt spielen lässt? Welche sadistischen Absichten müssen dahinter stecken?”

Ames-Raum strapaziert das Gehirn und lässt es einen ganz normalen Raum projezieren, obwohl der Raum, dessen Texturen und Wände total verzert sind. Dies falsche Rekonstruktion zeigt sich in einer optischen Täuschung. Es entstehen verrückte Relationen von Gegenständen und Leuten innerhalb des Raumes.

Spannend: Ureinwohner, die aufgrund ihrer Lebensweise keine Zimmer kennen, fallen nicht auf diese optische Täuschung herein, da das Gehirn die Rekonstruktion nicht vornimmt.

Falls Ihr jetzt zu Hause einen solchen Raum nachbilden möchtet, hier der Plan:

Oder eine kleine Bastelanleitung zu Ames-Raum gefällig?

Zurück in der schönen Schweiz

Friday, May 21st, 2010

Zurück bin ich ja schon ein Weilchen, aber das bedeutet nicht, dass ich mich gleich wieder ins Bloggen gestürzt habe. Im Moment geht so einiges drunter und drüber und deshalb blogge ich sehr bescheiden.

Ich werde demnächst einige Fotos hier hochladen und auch einige Impressionen von meiner Japanreise schildern.

Also dies ist lediglich ein kleines Lebenszeichen. So long, meldet euch bei DropBox an und verwendet den untenstehenden Link, damit ich auch schön pro Anmeldung 250 MB Speicher dazu kriege.

DropBox (oder auch ZumoDrive) bieten gratis WebSpeicher in der Höhe von 2 GB – und das in einfachster Form. Dies bedeutet, dass nach dem Installieren des Programms neu ein Verzeichnis /Dropbox in den “Eigenen Dateien” erscheint. Dieses kann man wie ein normales Laufwerk verwenden. D.h. Drag&Drop von Dateien, löschen, etc.

Die Dateien werden dann im Hintergrund synchronisiert und sind so jederzeit verfügbar. Die Ordner kann man beliebig selektiv mit Freunden teilen (E-Mail-Adresse eintragen, Mail verschicken und der Empfänger kann via Link auf den entsprechenden Ordner zugreifen). Vorbei das mühsame Fototauschen. Das kann nun wirklich jeder (kleiner Appell an meine Freunde).

Entsprechende Apps auf Android oder auf dem iPhone lassen den Webspace von überall erreichbar werden.

Eine weitere Anwendung findet sich beispielsweise im Bereich gemeinsamer Arbeiten (unterstützt Versionen), dem führen gemeinsamer Projekte.

Für jede empfohlene Anmeldung kriegt man, wie schon erwähnt 250 MB zusätzlichen Webspeicher. Man kann natürlich auch zusätzlichen Webspace kaufen (womit die Services dann schlussendlich auch Geld verdienen), aber die 2 GB sind doch zum Anfang schon ganz schmackhaft.

Viel Spass also und jep! Hier der Link und schenkt mir was: https://www.dropbox.com/referrals/NTMzOTc3OQ

Wir hinterlassen einen digitalen Fingerabdruck

Monday, February 1st, 2010

Wer anonym surfen möchte deaktiviert erstmals Cookies oder verwendet gleich den “private browsing” Modus, welchen einige neuere Browser anbieten. Dazu verwendet man wenig bis gar keine Profile und dementsprechende Suchmaschinen. Mit etwas Aufwand kann man also viele Spuren verwischen und ein geniesst so ein weniger transparentes Surf-Erlebnis.

Mittlerweile dienen aber nicht nur Cookies und Account-Informationen zur Identifikation der Webseiten-Besucher. Mittels digitalem Fingerabdruck können Nutzer erschreckend genau ermittelt werden. Dieser Fingerabdruck setzt sich zusammen aus Browser, Version, Land, installierte Add-ons, Betriebssystem, Symstemsprachen, etc. Die Mischung daraus ergibt ein Profil. Bei mir tritt dieses Profil in einem von 457,288 Fällen auf, was auf als ziemlich genau Identifikation gilt.

Ermittelt hab ich dies auf der Seite Panopticlick, welche mittels Test ermittelt, wie oft diese Kombination vorkommt. Das Resultat basiert auf einem hinterlegten Algorithmus und auf den Testresultaten der Seite.

Finde 12 Unterschiede

Thursday, November 26th, 2009

Schon tragisch. Das untenstehende Bild zeigt die Bildsuchresultate von Google mit dem Begriff: “tiananmen square protest”

Google Chrome OS – Ein neuer reiht sich ein

Thursday, November 19th, 2009

Das bereits im Sommer angekündigte Google OS soll heute im Rahmen eines Unternehmensanlasses präsentiert werden. Mit Spannung erwartet die Internetgemeinde das auf Linux basierende Betriebssystem. Bei der Präsentation werden einige Features präsentiert und wohl auch erste Anwendungsbeispiele live gezeigt. Fragen anwesender Journalisten werden danach beantwortet.

Das geplante Launch-Datum für Google Chrome OS steht noch nicht fest. Experten gehen aber davon aus, dass dies im nächsten Jahr der Fall sein wird. Das Betriebssystem soll sich besonders für Netbooks eignen und komplett als Open Source angeboten werden. Anders als Mac wird Chrome OS also wohl auf allen Computern anwendbar sein. Es wird spekuliert, dass der Chrome Browser eine sehr zentrale Rolle übernimmt und eventuell sogar das ganze Betriebssystem im Webbrowser läuft.

Ich bin gespannt, wie und ob Microsoft und Apple darauf reagieren. Am ähnlichsten positioniert ist wohl Linux (Netbooks & Open Source), wobei sich diese meiner Meinung nach am wenigsten fürchten müssen. Abgesehen von der Reichweite könnte die “Banalität” ein entscheidender Faktor sein. Der Browser Google Chrome kommt bereits sehr schlank und pragmatisch daher, nicht anders wird es beim OS sein. Der Nutzer steht im Vordergrund und Google wird die Verknüpfung “Desktop-Internet” wohl bedeutend vereinfachen und vorantreiben.

Zudem habe ich heute noch vom Google Mobiltelefon gelesen. Noch immer nicht offiziel bestätigt, aber die Gerüchte haben sicher was dran. Hier soll Google bereits mit LG und/oder Samsung zusammenarbeiten.

Quelle: Google Chrome OS wird morgen vorgestellt (Gizmodo.de)

Ein Video, das auf witzige Art erklärt, worauf Google Chrome OS abzielt:

Wissen im Sack – das günstigste Lexikon der Welt

Monday, October 19th, 2009

Drei Millionen Artikel unterwegs aufrufbar. Der Webshop Openmoko verkauft ein E-Reader WikiReader, der direkt auf Wikipedia zugreift, und somit eine riesige Wissensdatenbank für die Tasche. Der E-Book-Reader mit einem 4-Zoll Bildschirm kostet umgerechnet nur 100 Franken und hat dank Monochrombildschirm auch einen sehr geringen Energieverbrauch (zwei standard AAA-Batterien sollen das Ding bei normalem Gebrauch für ein Jahr mit Saft versorgen). Eingabe geschieht via Touchscreen.

Das Verhältnis aus Preis, Leistung, Energieverbrauch und Inhalt ist schlichtweg genial. Die Open-Source-Gruppe Openmoko hofft, dass auch andere Anwendungen auf dem Gerät entwickelt werden und laufen. Ich denke besonders im Bereich Übersetzung könnte das Gerät gut weiterentwickelt werden. Wiki & Leo in einem. Mit weiteren entsprechenden Funktionen würde ich mir sofort eines kaufen. Kein Schnickschnack, kein dauerendes Aufladen, klein & handlich zum tollen Preis. Wow!

Quelle: Tagi.ch

Dünn ist in

Thursday, October 8th, 2009

Das MacBook Air hat grosse Wellen im mobilen Computer Markt geschlagen. Richtig eingeschlagen hat es aber nicht. Ich denke, dass dies hauptsächlich mit dem Netbook-Boom zu tun hat. Ein gutes Netbook ist günstiger, ähnlich gross, ähnliche Leistung.

Nichts desto trotz hat auch Dell ein ultradünnes Notebook auf den Markt gebracht (sogar dünner als das MacBook Air). Dell übertrifft nicht nur die Apple Hardware, sondern meiner Meinung nach auch gewinnt Dell punkto Deseign klar. Der Dell Adamo ist ein echtes Schmuckstück, aber sehr teuer.

Jetzt kommt Sony mit einem noch dünneren und leichteren Notebook – auch ähnlich teurer. Die Vaio X Serie wiegt nur gerade 725 Gramm. Dank Carbon-Gehäuse ein wahres Leichtgewicht also. Der Markt für kleine und dünne Design-Notebooks mit, naja, nicht all zu starker Leistung scheint zu bestehen. Zugegeben, für so ein Teil würde ich mir es auch noch überlegen auf etwas Leistung zu verzichten.

Ein wahrer Glücksgriff

Friday, September 18th, 2009

Nicht dass mir Dr. Eckart von Hirschhausen zuvor schon ein Begriff war, aber ich bin aus blossem Zufall auf sein Buch “Glück kommt selten allein” gestossen. Und ich möchte euch eine kleine Rezension dazu nicht vorenthalten.

Dr. Eckhart von Hirschhausen hab ich per Zufall mal im TV entdeckt. Ich glaub es war auf 3sat spät in der Nacht unter der Woche. Irgendwie konnte ich mir den Namen auf Anhieb nicht merken, wer mich kennt, weiss dass ich darin nicht besonders stark bin. Doch der Herr hat mich von Anfang an mitgerissen. Die Mischung aus Wissenschaft, Humor und Show-Talent spricht für sich. Hirschhausen arbeitete mehrere Jahr als Neurologe und kam dann zum hessischen Fernsehen, wo er eine medizinische Sendung moderierte. Zudem schrieb er für Focus, Spiegel und andere Magazine. Schliesslich versuchte er sich als Komiker, was ihm den Auszeichnungen wie dem Paulaner -Solo Kabarettpreis 2003, dem Jurypreis des Berliner Kleinkunstfestivals 2003, dem RTL Comedy Cup sowie dem Prix Pantheon einbrachte. Nach zwei erfolgreichen Comedy-Programmen (eins, zwei) erschien nun dieses Jahr sein Buch “Glück kommt selten allein”.

Das Buch beginnt in etwa so (und auch ein schönes Review, dass ich gefunden habe): “Jeder ist seines Glückes Schmied. Und so sieht es auch aus: reichlich behämmert.” Hirschhausen schreibt teils humorvoll, teils sachlich über das Thema Glück. Zudem erläutert er seine These, wieso Glück nur ein Abfallprodukt der Evolution ist und warum es endloses Glück zum Glück nicht gibt. Auch wieso eine Bronze-Medaille einfach besser ist als eine Silber-Medaille. Er bringt eigentlich alles gezielt auf einen Punkt. Glück ist nicht Zufall, Glück ist machbar, Glück ist da. Und es liegt an der Person selbst, was sie daraus (aus dem Buch) macht. Dies sind sicherlich keine neuen Worte, doch wie die Verpackung, die Begründung und die Beispiele zeichnen das Buch aus – auch das Timing, befinden wir uns doch noch immer in einer krisengeprägten Zeit. Hirschhausen bedient sich einfachster Worte und erklärt selbst wissenschaftliche Erkenntnisse sehr verständlich.

Das Buch war zu keiner Zeit langweilig. Leider macht es aber nicht glücklich, auch nicht unglücklich ;) es regt den Leser zum Überlegen an und man fragt sich oft: “Wieso ist mir das noch nie aufgefallen?”. Vom grossen Schmunzeln in der S-Bahn bis zum “Aha”-Erlebnis deckt das Buch ein breites Spektrum ab. Mir hat’s wirklich super gefallen. Nicht zuletzt, weil es weder Richtlinien, noch neunmalkluge Thesen aufstellt. Es ist, wie es steht und es steht, wie es ist. Möchte man sich dem annehmen, hinterfragt man es, egal. Ich empfehle es wärmstens und garantiere für Unterhaltung und bestimmt nicht für Glück :)

Mittlerweile gibt es eine Webseite zum Buch, die aber noch nicht besonders viel Content aufweist und auch nicht wirklich aktuell ist.

Wer Hirschhausen nicht kennt, hier eine kleine Kostprobe seines Comedy-Programms “Glücksbringer”:

Wer die Programme kennt, wird im Buch einige Stellen bereits kennen, aber tortzdem. Es ist’s wert!

Zombification – Karikatur in der Huffington Post

Thursday, September 10th, 2009

Quelle: HuffingtonPost.com

Gefunden über Digg und verwiesen auf die Huffington Post. Zufall, hab ich doch erst kürzlich einen interessanten Bericht über die Huffington Post gelesen. Mittlerweile ein politisches Schwergewicht in den USA und mehr Reichweite als manch renomierte Print-Zeitung hat das Internetmagazin früh erkannt worauf es ankommt, um Reichweite zu generieren. Die Huffington Post ist mehr als eine Zusammenstellung aus Blog-Beiträgen und Links zu anderen Artikel. Die Gründerin, Arianna Huffington, setzte früh auf bekannte Namen und schaffte es, diese kostenlos zum Schreiben zu bringen. Schon früh steuerten John Cusack oder Norman Mailer Artikel bei. Der Durchbruch war bald geschafft.

Ein weiterer Erfolgsschub kam durch die amerikanische Präsendentschaftswahl. Liberal positioniert stand die Huffington Post hinter Obama (wie man auch an der oberen Karikatur erkennt). Während den letzten Monaten vor dem Wahltag vergrösserte sich die Leserschaft markant. Sie gehörte in dieser Zeit zu den 30 meistgelesenen News-Seiten weltweit! Danach sei der Besucherstrom wieder eingebrochen. „Es ist einfacher, in der Opposition zu sein“, sagt Huffington-Post-Redakteur Marc Cooper.

Mein Lieblings-Blog wird handfest

Wednesday, September 9th, 2009

Was gibt es Schöneres zu lesen als fesselnd geschriebene, spannende Artikel mit schönen Bildern und einer Prise Humor? Richtig, nicht viel. Genau dies setzt Claudio Del Principe auf seinem Blog “Anonyme Köche” um. Dass dieser Herr “kochsüchtig” ist, glaubt man spätestens nach dem Lesen einiger Posts. Mit Liebe zum Detail, Wortwitz und makellosem Schreibstil tippt er wöchentlich 1-2 Artikel ins Netz. Dies reicht von Rezepten zum Nachkochen bis zu Reiseberichten und Meinungsäusserungen. Nun gibt’s den Blog auch in Print. Ich empfehle euch beides.

Kopiert vom Blog:
(Noch) nicht in jeder besseren Metzgerei oder Delikatessabteilung, aber ab dem 1. September 2009 beim Buchhändler des Vertrauens. Der Verlag Gräfe und Unzer (GU), München, hat «Anonyme Köche», Geschichten und Rezepte, kompromisslos und kunstvoll als Buch umgesetzt.

Also Schluss mit Speichelfluss vor dem Bildschirm – Buch kaufen, darin schmökern, daran schnuppern, daraus kochen, damit glücklich werden.

Und das Beste: Wer fertig ist mit Buchlesen, bekommt hier auf dem Blog immer frischen Nachschlag. Lasst es Euch schmecken!

Claudio

Das Buch kostet 35.90 und besteht aus 192 Seiten. Ich werde es mir, wenn nur aus purem Wunsch nach handfestem Material, wohl eher nicht kaufen. Die ersten Feedbacks von Neulesern sind überaus positiv, nicht aber diejenigen der Blog-Leser. Nicht viel Neues sei darin zu entdecken, wenn man die Artikel bereits kenne.

Kurzbeschreibung:
Kompromisslos, intelligent, unwiderstehlich:
ANONYME KÖCHE ist ein Kochbuch der seltenen Art, in dem kluger Wortwitz und mitreißender Kochwahn aufeinandertreffen. Claudio Del Principe, Mitbegründer des Schweizer Foodblogs anonymekoeche.net beschreibt in seinem Buch die Welt aus der Sicht eines Kochsüchtigen, mit spitzer Feder, einer großen Portion Selbstironie und einem ausgewählten Schatz an Rezepten, deren Motto heißen könnte: Die Vollendung der Schlichtheit! Linsen oder Gnocchi, Rhabarberkuchen, Wolfsbarsch oder Filetsteak, alles Ergebnisse exzessiver Kochlust, locken nicht nur an den gedeckten Tisch, sondern auch und vor allem an den eigenen Herd. Denn nach dieser erstaunlichen Lektüre ahnt selbst der Kochmuffel: Kochen mit Leib und Seele macht einfach glücklich!

Zu kaufen gibt’s das Buch hier und hier.

Hiroshima – 06.08.1945

Thursday, August 6th, 2009

Heute vor 64 Jahren starben 80,000 Japaner durch “Little Boy”. Weitere 10’000-50’000 erlagen in den Tagen danach ihren Verletzungen. Nur drei Tage später folgte ein weiterer Schlag der Amerikaner auf Nagasaki.

Sowohl die USA, als auch Japan und andere Kriegsnationen haben sich bis heute nicht für ihre Greueltaten entschuldigt, noch wurden grosse Teile der eigenen Geschichte aufgebarbeitet.

Habe eben durch Digg eine beeindruckende und erschreckende Bildersammlung entdeckt und dazu einen passenden Kommentar gefunden:

“I don’t know which weapons World War III will be fought with, but World War IV will be fought with sticks and stones.”
- Albert Einstein

Tanz der Giganten – es geht drunter und drüber im Online-Markt

Wednesday, August 5th, 2009

Es tut sich was im weltweiten Online-Markt:

Ich bin wirklich gespannt, wohin wir uns bewegen. Ich denke, dass einer der grösseren Verlierer einmal mehr eBay sein könnte. Ihr Hauptgeschäft verzeichnet kaum Wachstum, wogegen der Hauptkonkurrent Amazon kräftig zulegt. Zudem kommen neue Konkurrenten bei Pay Pal und Skype hinzu.

Auch Apple bewegt sich in gefährlichem Gewässer. Sind sie wirklich schon bereit für einen Kampf gegen den langjährigen Partner Google? Microsoft hat zwar immer noch Probleme mit ihren Produkten, hat aber eine bessere Marktposition und ist sich den ruppigen Seegang besser gewohnt.

Religulous – respektlos, frech, witzig, beängstigend

Wednesday, July 29th, 2009

Latenight-Comedian Bill Maher und Borat-Macher Larry Charles widmen sich dem Thema “Religion” und von Anfang ist klar, dass Sie dabei kein Blatt vor’s Mund nehmen. Der kritische, rationale Bil Maher interviewt und hinterfragt verschiedenste Personen aus unterschiedlichen Religionen – Trucker in einer Highway-Kapelle, Jesus aus dem Holy Land Vergnügungspark, Jesus persönlich (ein Mexikaner (?), der glaubt er sei der wiedergeborene Jesus), muslimische Geistliche, jüdische Erfinder, etc.
Besonders interessant wird es, wenn er Fernsehprediger und religiöse “Popstars” interviewt, die aus dem Glauben ihrer Mitmenschen schamlos Kapital schlagen oder wenn fundementalistische Gläubige ohne jegliche Argumente dastehen.
Neben dem amüsanten Teil thematisiert Maher aber hauptsächlich die Unsinnigkeit der Religion und welche Gefahr davon ausgeht, wenn mächtige Personen nicht rational denken können und sich von der Religion lenken lassen.

Mir persönlich hat der Film sehr gut gefallen. Bill Maher geht dabei zwar oft über die Grenzen und macht sich auch über die Leute lustig. Obwohl micht dies nicht gestört hat, denk ich aber, dass er vorsichtig damit sein sollte, denn er kritisiert auch die Intoleranz der Anhänger und setzt sich somit auf denselben Ast.

Ein ausführliches DVD-Review findet man auf Outnow.ch.

Den Film kriegt man bei Soundmedia und anderen Vertreibern.

Trailer:

Film (Google Video):

It’s all googled, lightning fast, with Bing!

Tuesday, June 30th, 2009

Collegehumor.com nimmt Bing und den kürzlichen Google-Ausfall auf die Schippe:

Quelle: www.collegehumor.com

Passend zum Thema bin ich heute über einen spannenden Artikel gestossen. Eine Studie zeigt, dass Bing sowohl visuell, als auch inhaltlich besser als Google abschneidet. Trotzdem ist die Mehrheit der Probanden nicht gewillt, die Standardsuchmaschine zu wechsseln – dies aufgrund bezogener Services und der Gewohnheit.

“Bing generates interest,” one user wrote, “but it’s hard to take me away from Google because I’m so comfortable with it.”

Gute Schreibtipps vom Internet Briefing Blog

Monday, June 22nd, 2009

Auf dem Internet-Briefing Blog habe ich mir eben einige Schreibtipps zu Herzen genommen. Nicht’s Neues für mich, aber sicherlich eine gute Auflistung relevanter Tipps. Unten habe ich noch einige ergänzt (11-16) und kommentiert (10).

  • Tipp 1: Machs kurz: Kürze und Prägnanz fördern Verständlichkeit, Leseführung, etc.
  • Tipp 2: Kernige Aussagen statt leere Wortspiele
  • Tipp 3: Behaupte nicht. Beweise es: Argumente auflisten und nachvollziehbare Argumentation.
  • Tipp 4: Hat dein Text Blähungen? Füllwörter wegstreichen, keine Nebensätze einbetten.
  • Tipp 5: Lass keine Zweifel aufkommen: Wollen, können, dürfen, etc. weglassen
  • Tipp 6: Formuliere aktiv statt passiv
  • Tipp 7: Werben mit Verben
  • Tipp 8: Deine Leser denken nur an sich selbst: Wichtige Aussage! In die Sicht des Adressaten versetzen.
  • Tipp 9: Entferne den Stopp-Werbung-Kleber an deinem Briefkasten: Beobachte und lerne
  • Tipp 10: Lass deine Texte von professionellen Texter/-innen überarbeiten (siehe Bemerkung)
  • Tipp 11: Vermeide (oder erkläre) Fremdwörter
  • Tipp 12: Streiche Wortkreationen und Floskeln (was zum Teufel ist Immunufortis?)
  • Tipp 13: Verwende Lead-System: Das Wichtigste/Neuste zuerst
  • Tipp 14: Eine Aussage reicht vollkommen (+evt. 1-2 Nebenaussagen)
  • Tipp 15: Übertreibe nicht und bleibe transparent
  • Tipp 16: Formtierungen geschickt wählen: Schlüsselwörter hervorheben, Auflistungen, Zwischentitel, etc.

Bei Punkt 10 merkt man schnell, dass die Tipps von einer Textagentur kommen (www.supertext.ch). Ich bin nicht der Meinung, dass man jeden Text für teures Geld prüfen lassen soll. Selbstkritik und ein Paar genaue Augen reichen meist aus!

Dem Artikel fehlen leider Informationen. Der Autor Daniel Niklaus erwähnt nicht, für welche Textart diese Tipps relevant sind. Gemeint sind wohl vor allem Werbetexte (aufgrund der Positionierung und Erwähnungen). Die meisten Tipps gelten auch für Web-Texte, PR-Texte, E-Mails, etc.

Im Artikel selbst fügt Daniel zu den Punkten 1-10 gute Beispiele hinzu, um die Tipps verständlicher zu machen.

Sinnvolle Alternativen zu Google und Wikipedia

Thursday, May 28th, 2009

Ich bin heute auf zwei tolle Seiten gestossen. Leider kam ich noch nicht dazu diese wirklich ausführlich zu testen, doch der erste Eindruck hat mich wirklich überzeugt. Natürlich möchte ich euch diese nicht vorenthalten.

Navify – Das multimediale Wikipedia
Wer Videos, Sounds und eine Vielzahl Bilder auf Wikipedia vermisst hat, ist mit Navify bestens bedient. Die Webseite bietet nicht nur digitale Aufwertung, sondern auch verschiedene Möglichkeiten, die Informationen zu verbreiten oder zu speichern (z.B. Einbinden von ganzen Seiten (siehe unten), Kommentarfunktion, etc.).

Evri – Was Google sein möchte
Sieht man die letzten News bezüglich Stossrichtung von Google, ist Evri genau etwa das. Mit einer Suchabfrage erscheinen klassische Suchresultate (gegliedert in Themenbereiche), verwandte Themen, Bilder, Videos, Wikipedia Definitionen, Google Maps Anbindung, Twitter-Kommentare zum Suchbegriff, etc.
Wirft man einen Blick auf die Startseite, erkennt man relativ schnell, dass Evri noch im Beta-Status ist (und nicht nur wegen dem Logo ;)). Trotz und wegen Beta werde ich in Zukunft mal Evri testen.

Hier zwei Beispiele für den Suchbegriff “Matterhorn”:

>>> Navify Suchergebnis

>>> Evri Suchergebnis

Virtuelle Panik um Schweinegrippe

Thursday, April 30th, 2009

Natürlich, die Situation ist nicht zu unterschätzen, aber sie darf auch nicht überschätzt werden und man sollte schon gar nicht mit dem Ast im Ameisenhaufen wühlen, um die Situation noch mehr anzuheizen.

Schaue ich mir die Google abfragen der letzten sieben Tage an, scheint aber genau letzteres zu geschehen. Die Schweizer Internet-Nutzer suchen wie wild Informationen zur Schweinegrippe. Hier die Top10 News-Abfragen der letzten sieben Tage:

schweinegrippe
grippe
eishockey
google
eishockey wm
porcine
grippe porcine
eishockey wm 2009
schweiz
dsds

Auch die Top Ten Twitter Trends (international) bestätitgen dies. Die Top 5 lauten #swine flue #swineflue #chrysler #H1N1 und #mothersday.

Die Roche wird ihre Tamiflu-Produktion hochschrauben und ins Fäustchen lachen. Verständlicherweise, wenn man einen Blick auf den Aktienkurs macht (und Novartis möchte da auch ein Scheibchen abschneiden).

Favourite Podcasts

Monday, April 27th, 2009

Wenn wir doch schon bei Digital von DRS3 sind, möchte ich euch zwei meiner absoluten favourite podcasts nicht vorenthalten:

DigitalPlus: Obwohl für mich jeweils nur wenig Neues dabei ist, finde ich den Technologie-Podcast von DRS3 absolut empfehlenswert. Meistens sind die Themen gut gewählt und enthalten eine abwechslungsreiche und ausgewogene Mischung. Ab und zu, kommt es jedoch vor, dass unsinnige Themen sehr viel Platz erhalten (beispielsweise auf welche Weisen man eine Festplatte schrotten kann). DigitalPlus ist unter anderem eine Zusammenfassung der Digital-Sendungen unter der Woche.

Input: Zum Zweiten wäre das Input, ebenfalls von DRS3. Hier geht es meist, um ein sehr offenes Thema (z.B. Träume) oder ein aktuelles gesellschaftliches Problem (Rintalin, Rehabilitation), welches aus verschiedenen Perspektiven abgehandelt wird. Gepfeffert wird mit interessanten Personen, die etwas zum Thema zu sagen haben. Gesalzen mit guter Recherche (Ausnahme der Sendung Music 2.0, wo man doch prompt LastFM&Co. vergass zu erwähnen und ein Grossteil der Sendung auf genau eine solche Lösung hinauslief). Alles in allem jedoch: Radio wie’s sein sollte!

DigitalPlus wird Samstagnachmittag ausgestrahlt und Input läuft jeweils Sonntagabend um 20:00 Uhr auf DRS3 oder beide auch als Podcast erhältlich.