fEinblick

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Wie erkennt man, dass die Pilzsaison eröffnet ist?

Thursday, August 19th, 2010

Ganz einfach, wenn die “Pilz”-Suchmaschinenzugriffe auf den eigenen Blog, auf dem Pilze ein paar mal erwähnt werden, in die Höhe schnellen.

Hier die Top 5 der Suchbegriffe:

  1. Glaubenberg Steinpilze
  2. Pilze sammeln Tipps
  3. Rehpilz zubereiten
  4. Schopftintling Rezept
  5. Gute Orte zum Pilze sammeln

Ich hab ja nicht viel Ahnung, aber ich denke, ich werde demnächst auch mal in den Wald pilgern. War jetzt ja lange feucht und warm wird’s auch bald wieder. Klingt irgendwie nach ner tollen Kombination. Lecker Pilztoast ahoi!

Glasnudel-Gurken-Salat

Thursday, July 1st, 2010

Ich habe spontan mal wieder etwas rumexperiert und was dabei rauskam war wirklich sehr lecker: Glasnudel-Gurken-Salat

Zutaten für 3-4 Personen (z.B. als Beilage zum Grillen)

  • 1 grosse Gurke
  • 250g Glasnudeln
  • 1 Knolle frischen Ingwer
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • Nori Algenblätter
  • Basilikum

Sauce

  • Pflaumenessig (hatte keinen, deshalb hab ich weissen Balsamico verwendet)
  • Olivenöl
  • Zitronenöl
  • Sweet-Chilli-Sauce
  • Salz

Die Glasnudeln in kochendes (ungesalzenes) Wasser geben und zur Seite stellen. Zugedeckt sollten diese nach 4 Minuten ruhen bereit zum Abschrecken sein. Währendessen habe ich die Gurken längs geteilt und entkernt. Anschliessend in ca. 3-5mm dicke Scheiben geschnitten. Frühlingszwiebeln in feine Scheiben schneiden und vierteln. Den Ingwer raffeln und ebenfalls beigeben. Den Basilikum und die Algeblätter in Stücke reissen und ebenfalls in die Schüssel geben. Die abgekühlten Nudeln ebenfalls beigeben, Sauce zugeben und gut rühren. Voilà …

Ich erinnere mich zu gerne an die aus Japan mitgebrachten Gyoza-Teige. Diese hätten wunderbar dazu gepasst. Sobald ich wieder welche besorgen konnte, werde ich hier 2 eigene Gyoza Rezepte posten. Mit Foto, nicht wie in diesem Post.

Safrankokossuppe – perfekt für die kalten Tage

Monday, December 28th, 2009

Gerade jetzt nach der Weihnachtszeit, in der die meisten unbestritten viel geschlemmt haben, sind Suppen das optimale Gericht. Meist leicht, schmackhaft und perfekt für die kalten Tage. Zudem geht es sehr schnell und gelingt eignetlich immer.

Da ich bis jetzt kein besonders routinierten Suppenkoch war, hab ich mich neulich auch schön verschätzt, als ich für eine Gemüsesuppe einkaufte. Aus geplanten drei “guten” Portionen resultierten 1,5 Töpfe mit Gemüsesuppe. Was ich am Abend und am drauffolgenden Mittag nicht zu essen vermochte, landete etwas eingedickt im kleinen Gefrierfach. Also halb so wild.

Mit der gewonnen Erfahrung an Mengenbedarf und mit der saisonallen Motivation zum Suppenkochen ging ich auf die Pirsch für eine leckere, etwas exoitischere Suppe. Gefunden habe ich mehrere Rezepte, aus welchen das Untenstehende enstand:

Safrankokossuppe (mit Karotten- oder Kürbisbasis; für 5  Portionen als Vorspeise)

  • 250g Karotten oder Kürbis
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 3-5 cm Ingwer, geschält
  • 1-2 Stängel Zitronengras
  • etwas Chili
  • 1,5 Beutel Safran
  • ca. 5dl Hühnerbouillon
  • 1 dl Kokosmilch
  • 1 halbe Orange
  • Salz, Sojasauce (hell wegen der Farbe)

Die Karotten waschen und in mittelgrosse Stücke schneiden, Zwiebel schälen und ebenfalls grob zerkleinern. Der Knoblauch auch ein ein paar Stücke schneiden und zusammen mit dem Ingwer (zerstückelt), dem Zitronengras (mit einem Messer ein paar mal drauf schlagen) und der Chilischote (ich hab ne halbe, entkernte genommen) in Butter anschwitzen.

Das Ganze wird mit der Bouillon abgelöscht. Die Kokosmilch beigeben und mit Safran, etwas Salz und bei Bedarf mit etwas Sojasauce würzen. Dies köchelt nun 15-20 Minuten vor sich hin.

Zu guterletzt die Orange schälen und von dem bitteren weissen Zeugs befreien. Die halbe Orange direkt in die Suppe schmeissen und anschliessend mit dem Pürierstab das Ding zerkleinern, bis es keinen Widerstand mehr leistet. Zum Anrichten empfehlen sich etwas frische Petersilie oder ein paar Kürbiskernen.

Ich habe dazu ein Fischspiesschen (2kl. Stück Lachs, 1 kl. Stück Thunfisch und eine Jakobsmuschel) gelegt. War eine wirklich tolle Kombination.

Fotos hab ich leider keine geschossen. Wobei das “leider” etwas hoch gegriffen ist. Wenn man an Fotos von Mahlzeiten denkt, kommen mir immer diese perfekt geschossenen und belichteten Kunstwerke in den Sinn. Das pack ich nicht. Ich bin weder der gekonnte Anrichter noch versteh ich etwas von Fotografie. Kommt vielleicht noch ;)

Das nächste Rezept folgt bald. Hab gestern eine Nudelsuppe zum Nachtessen gemacht, das sich weiter zu empfehlen lohnt.

Gari selbstgemacht

Wednesday, September 30th, 2009

Ich liebe es. Jedesmal wenn ich Sushi esse, brauch ich einen oder zwei Nachschläge an Gari! Allgemein hat es mir Ingwer angetan. Sei dies nun als Bonbon, Ginger Ale oder Ginger Beer, im Tee, beim Kochen oder roh.

Als ich neulich beim Arbeiten plötzlich Lust nach Sushi verspürte, kam ich auf den Entschluss Gari selbst herzustellen. So kann ich meine Lust nach Sushi vielleicht etwas tilgen, ohne Fisch zu essen und mein Fischkonsum so etwas dämpfen. Bei der Internet-Recherche stellte sich heraus, dass es Rezepte wie Sand am Meer gibt – vor allem total unterschiedlich. Ich hab mir also einige rausgesucht und diese folgendermassen kombiniert:

Zutaten:

  • 500 Gramm Ingwer
  • 150 ml Reisessig
  • 100 ml Pflaumenessig
  • Halbe Tasse Zucker
  • Salz

Zubereitung:

  • Ingwer schälen und in dünne Streifen schneiden (geht gut mit dem Küchenschäler) – Vorsicht, dass die Richtung stimmt, ansonsten kann der Ingwer zäh werden.
  • Ingwer ausbreiten und leicht salzen. Ca. 2-3 Stunden ruhen lassen.
  • Reis- und Pflaumenessig langsam erhitzen (nicht kochen!), Zucker hinzugeben und rühren bis sich dieser vollständig aufgelöst hat. Abkühlen lassen.
  • Wasser aufkochen, Ingwer rein schmeissen und etwa 1 Minute (je nach Streifendicke etwas länger) drin lassen. Anschliessend abschrecken und sehr gut abtropfen (evt. sogar etwas abtupfen).
  • Ingwer in ein Glas und mit der Essigmischung auffüllen. Voilà.

Der Ingwer kann nun etwa 2 Monate im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wem’s zu scharf ist, der soll beim nächsten mal den Ingwer etwas länger blanchieren.

Mein Glas ist leider schon aufgebraucht. Obwohl mein Ingwer nicht schön rosa wurde (sollte durch den Essig leicht rosa werden), war dieser vorzüglich. Lieber etwas bleich, als künstlich gefärbt (der gekauft ist meist gefärbt).

So sähe das aus, wenn die Farbe stimmt:

Bild von: http://food.3yen.com

Na also! Die Saison ist gerettet.

Tuesday, September 29th, 2009

Und es hat doch noch geklappt! Gestern nach der Arbeit ging ich nochmals in den Wald, um Pilze zu sammeln. “Ein letztes mal”, sagte ich mir. “Wenn ich dieses mal wieder mit leeren Händen (bzw. Papiertüte) nach Hause gehe, dann lass ichs bleiben”.

Am ersten Ort fand ich zwei Maronenröhrlinge. Es hatte noch mehr (ich glaube es waren Rotfüsse), aber die waren bereits modrig und weich. Also ging ich frohen Mutes zum nächsten Ort, wo ich eine Ziegenlippe fand. Ist doch was, aber das reicht noch gar nirgends hin. Nicht mal für einen Risotto. Nun ging ich zu dem Örtchen, wo ich letztesmal den schönen Turnschuh fand. Dieser hing gestern sogar an einem Baum. Ob der gesprungen ist?

Um in den Wald zu kommen, muss man sich erst durch ein paar Büsche kämpfen. Wenn man dies jedoch mal geschafft hat (mit kurzen Hosen und Brennnesselstichen), dann lässt einem der Wald viel Platz. Und da waren sie dann auch. Ein gutes Dutzend schönste Schopftintlinge. Hab ich doch erst kürzlich noch gesagt, dass ich die seit ewigs nicht mehr gesehen hab. Mein Pilztoast war also gerettet!

Lediglich einer war bereits blau-schwarz (deshalb Tintlinge), die anderen waren wunderprächtig:

Anschliessend schlenderte ich noch durch den Wald. Langsam wurde es kühl, aber ich hoffte, ich würde da noch mehr finden. Neben einigen Rehpilzen hab ich aber nichts mehr gefunden. Rehpilze kann man trocknen und anschliessend pulverisieren. So kann man beispielsweise ein Risotto würzen. Für den Toast wären sie nicht geeignet, da sie einen sehr starken Geschmack aufweisen. Auffallend in diesem Waldstück war die Dichte an wirklich giftigen Pilzen. Ich habe sicherlich 6 Knollenblätter und mehrere Dutzend Fliegenpilze gesehen.

Hier ein paar kleine und im Hintergrund in grosser Fliegenpilz:

Zu Hause habe ich die Pilze gereinigt und in Streifen geschnitten. Unschöne Stellen wurden natürlich entfernt. Dazu würfelte ich eine kleine Zwiebel, einen halben Bund Petersilie und ein paar Kartofeln, die ich noch im Kühlschrank hatte. Die Kartoffeln wurden mit Rosmarin angebraten. Anschliessend kamen die Zwiebelwürfel rein bis sie gläsig waren. Danach die Pilze. Auch diese bis sie gläsig waren. Anschliessend mit einem guten Schluck ablöschen und köcheln lassen. Salz und Pfeffer hinzufügen und mit etwas Rahm anreichern. Wer möchte kann noch etwas Bratensauce (gekauft oder selbstgemacht) hinzufügen. Zum Schluss die Petersilie rein und ab auf den warmen Toast. War vorzüglich.

So wurde aus dem hier:

pilze

Das hier (noch ohne Rahm und Petersilie):

pilzpfanne

Thunfisch Chilli/Zimt gegrillt

Tuesday, September 29th, 2009

Neulich habe ich mir nach dem Arbeiten ein schönes Stück Thunfisch gegönnt (200gr). Zu Hause hab ich mir überlegt, wie ich das gute Stück zubereiten soll. Normalerweise mag ich Fisch ganz simpel. Etwas Salz & Pfeffer und eventuell (je nach Fisch) noch im Ei/Mehl wenden. Auch diesmal soll es ganz simpel werden. Ich nahm also eine Chilli-Schote, schnitt diese entzwei und entkernte sie. Anschliessend machte ich etwas Öl heiss und packte die Chilli rein. Im Hinterkopf hatte ich ein schonmal gekochtes Rezept (ich glaube  es war Butter Chicken), in welchem man auch Zimt schon am Anfang ins heisse Öl gibt. Gedenkt, getan.

Ich gab also noch etwas Zimt hinzu und danach den ungewürzten Thunfisch. Ich liess diesen einige Zeit beidseitig braten, so dass er aber noch schön rot in der Mitte war. Zum Abschluss zwei, drei Drehungen aus der Salzmühle und fertig. Dazu gab es Bratkartoffeln an Rosmarin mit Karottenstreifen und ein Häufchen selbstgemachter Gari (in Reiss- und Pflaumenessig eingelegter Ingwer) (Artikel folgt wohl demnächst – et voilà).

Lecker lecker. Ich war überrascht, wie die Kombination von Zimt und Thunfisch harmonierte – auch die leichte Schärfe war super! Das Essen war so verlockend, dass ich um ein gutes Foto nicht kümmerte. Reichte nur für einen Schnappschuss.

zimtthun

Pilzrezept, die Sandwich-Frage und Abwesenheitsnotiz

Tuesday, August 11th, 2009

War in den letzten zwei Wochen dreimal grillen und wurde anschliessend mehrmals nach dem Rezept für die mitgebrachten gefüllten Pilze gefragt. Eigentlich ist dies eine Eigenkreation und sie variierte von mal zu mal – je nachdem, was grad im Kühlschrank zu finden war.

Hier mal die Grundidee:

  • Möglichst grosse Champignons von den Stieln befreien. Stiele beiseite legen.
  • Champignons mit einem ca. 2-3 mm dicken spitzigen Gegenstand unten durchstechen (damit der Saft später ablaufen kann)
  • Krug oder Mixer-Krug mit folgenden Zutaten füllen:
    • 4-5 sonnengetröcknete in Olivenöl eingelegte Tomaten
    • 1-2 Knoblauchzehen
    • Sauerrahm
    • Frische Kräuter (Basilikum, Petersilie oder was man halt so hat/mag)
    • Contadou, Frischkäse oder ähnliches
    • Salz & Pfeffer
    • Olivenöl
    • Pilzstile
  • Das Ganze gut mixen und anschliessend gleichmässig in die Pilze verteilen

Ich denke, man könnte auch die Sprinz/Parmesan Resten noch aufbrauchen. Wohl aber nur um etwas zu würzen.

Wenn wir schon beim Essen sind, stelle ich mir wie gestern wieder die Frage: “Ab wann darf man ein Sandwich, Sandwich nennen?”
Zu dieser Frage kam es gestern, als ich im Zug Richtung Neuchâtel sass und ich mich aufgrund knapper Verbindungen am Zürcher HB Sandwich stand bedienen musste. Ein unterarmgrosses, dickes (nicht allzu trockenes, aber sicher nicht frisches) Brot mit etwas Butter bestrichen und gefüllt mit sage und schreibe fünf Scheiben Salami.
Auch im Coop, Migros & Co. sind die Sandwiches immer sehr spärlich belegt. Klar, Marge woimmer es geht. Aber ich wäre sicherlich bereit einen etwas höheren Preis (obwohl man die Dinger eh überbezahlt) zu bezahlen, wenn ich dafür aber ein richtiges Sandwich bekäme. Naja, zum Glück muss ich nur selten auf ein solches Angebot zurückgreifen.

Jetzt stehen erstmal 5 Tage Camping an. Losone TI ich komme. Seit beinahe zehn Jahren gönnen ich und meine Freunde uns einige Tage im legendären Camping Zandone.

Der Frühling naht …

Friday, March 20th, 2009

Ja, es ist soweit: Die Tage werden länger, die Gemüter fröhlicher, das Wetter milder – es wird Frühling. Als ich neulich von der Arbeit nach Hause fuhr, vernahm ich beim Staustehen einen feinen Bärlauch-Genuss. Kaum zu Hause hatte ich das Bedürfnis, nach draussen Bärlauch sammeln zu gehen. In meinem ersten fEinblick geht es also um Bärlauch – Bärlauch-Pesto.

Gerüstet mit einem Papiersack fuhr ich mit dem Fahrrad in den nahe gelegenen Wald, um die Tasche mit gehörig Bärlauch zu füllen. Die perfekte Zeit, der Bärlauch ist “jung” und es gibt beinahe keine schlechten Blätter. So hatte ich meine Tasche relativ schnell mit ungefähr einem knappen Kilo Bärlauch gefüllt. Auf dem Nachhauseweg besorgte ich mir noch einen halben Liter kaltgepresstes Olivenöl und 300g Pinienkernen.

Zu Hause habe ich den Bärlauch kalt gewaschen und anschliessend gut abgetropft und auf einem frischen Handtuch ausgebreitet.

Anschliessend zupfte ich die Blätter in kleine Stücke und mischte diese mit dem Olivenöl und den Kernen. Als ich nun den Inhalt mit meinem Pürierstab zu leckerer Pesto verkleinern wollte, kam die böse Überraschung. Das Ding taugt nicht! Zu klein der Kopf und zu schnell verstopft. Nachbar sei Dank, kam ich dann zu einem Mixer, der dies nun übernehmen sollte. Ein kleiner, aber tüchtiger Küchenhelfer (kein solch bestialisches Gerät). Mit etwas Geduld war es also soweit. Die Pesto sieht doch wirklich nach Pesto aus.

Ich habe die Pesto noch mit etwas mehr Olivenöl, dem Saft einer halben Zitrone und mit Salz&Pfeffer verfeinert. Anschliessend in kleine Gläschen abefüllt und kühl gestellt.

Natürlich musste ich die frische Pesto auch kosten. Zu der zum Gebrauch bereiten Pesto, habe ich noch eine halbe Zehe Knoblauch und Parmesan hinzugefügt. Das Ganze habe ich im Wasserbad leicht erwärmt. Zusammen mit meinen Nachbarn liessen wir uns dann die frische Pesto schmecken. Und wahrlich: Sie schmeckte vorzüglich …

Meine erste, selbst gemachte Pesto:

Im Nachhinein möchte ich noch Claudio danken, der mich wohl unbewusst inspiriert hat, auch wiedermal selber zum Bärlauch zu greifen.