Schwanzvergleich für Miliardäre

Written by adrian on July 25th, 2010

Wir kennen sie zu gut, die Testosteron geladenen materiellen Schwanzvergleiche. Messt sich die Mittelschicht an Statussymbolen wie Autos und Modeaccessoires, geht’s bei Miliardären erst bei Yachten der Superlative los. Und der russische Rohstoffmiliardär Roman Abramovich scheint den grössten zu haben. Seine fast 171 Meter lange Yacht stellt die Konkurrenz in den Schatten.

Wie viel 171 Meter eigentlich sind, zeigt sich, wenn man den Tucker ins Verhältnis zu einer Boeing 747 stellt. Nicht weniger als gut doppelt so lang und beinahe doppelt so hoch, kreuzt die Eclipse durch die Meere.


 

The first time I had sex …

Written by adrian on July 24th, 2010

Der hat gesessen! Wenn einem Stand-Up Comedian die Sprüche ausgehen, dann hat’s ihn tatsächlich erwischt. Aber die, leider etwas späte Antwort, war ja auch nicht so schlecht …


 

Schlaue Krähe

Written by adrian on July 24th, 2010

Dass Krähen und Raben sehr intelligente Tiere sind, ist mir schon seit langem klar (beim Nüsse knacken). Aber sowas ist doch schon verblüffend:

Wie oft die das Video drehen mussten, damit das so zackig geht, steht nirgends. Wenn das jedoch eine einmalige Aufnahme wäre und das Tier derart schnell gelernt hätte, wäre das wirklich beeindruckend.


 

Warum viele Leute Angst vor Google & Co. haben

Written by adrian on July 19th, 2010

Jetzt wissen wir, wovor die Datenschützer sich wirklich fürchten. Hier die Antwort:


 

Ames-Raum bringt dein Hirn ins Schwitzen

Written by adrian on July 16th, 2010

Ich fand die Gizmodo-Einleitung einfach toll, deshalb möchte ich die nicht vorenthalten: “Warum? Warum nur? Warum baut jemand so einen Raum, der dein Gehirn komplett verrückt spielen lässt? Welche sadistischen Absichten müssen dahinter stecken?”

Ames-Raum strapaziert das Gehirn und lässt es einen ganz normalen Raum projezieren, obwohl der Raum, dessen Texturen und Wände total verzert sind. Dies falsche Rekonstruktion zeigt sich in einer optischen Täuschung. Es entstehen verrückte Relationen von Gegenständen und Leuten innerhalb des Raumes.

Spannend: Ureinwohner, die aufgrund ihrer Lebensweise keine Zimmer kennen, fallen nicht auf diese optische Täuschung herein, da das Gehirn die Rekonstruktion nicht vornimmt.

Falls Ihr jetzt zu Hause einen solchen Raum nachbilden möchtet, hier der Plan:

Oder eine kleine Bastelanleitung zu Ames-Raum gefällig?


 

Polanski endlich frei!

Written by adrian on July 14th, 2010

Oder so ähnlich könnte es aus den Mündern nationaler, internationaler und selbsternannten Kulturschaffenden klingen und mir kommt beinahe das Kotzen. Ich erinnere mich zu gerne an folgenden Satz, welcher Rolf Lissy in der Arena vom 2. Oktober 2009 wörtlich von sich gab: “(…) Es geschah im gegenseitigen Einverständnis. Ich würde noch weiter gehen: Sie hat ihn verführt. (…)”

Bilder einer beinahe weinenden Nadja Schildknecht (Veranstalterin des Zürcher Filmfestivals) wurden eben wieder im TV gezeigt und bringen mein Bauch zum brodeln. Wie naiv muss man sein? Mir kommen eben noch die Ochsenknecht-Teenies in den Sinn, wie sie mit “Free Polanski”-Plakaten posieren und die eigene Dummheit der ganzen Welt präsentieren. “Kunstschaffende” sammeln Unterschriften für die Freilassung und sind empört über das Geschehene. Ich könnte mitweinen.

Eben habe ich einen ausführlichen Artikel von Alice Schwarzer gefunden. Den Link findet ihr nach dem folgenden Ausschnitt: “Was ist der Unterschied zwischen einem (unbekannten) Priester und einem (bekannten) Filmregisseur? Wenn ein Priester nach Jahrzehnten – endlich – zur Rechenschaft gezogen wird wegen Missbrauchs und Vergewaltigung Minderjähriger, dann sind alle zufrieden. Wenn ein Filmregisseur wie Roman Polanski, der eingestandenermaßen eine 13-Jährige mehrfach vergewaltigt hat – endlich – zur Rechenschaft gezogen wird, sind viele empört. Und die Schönen und Klugen aus Filmwelt, Intelligenzia und Politik lancieren Appelle des Stils: “Freiheit für Polanski”"

Zum Artikel >>>

Wenn man den Artikel liest, kann man nicht verstehen, wie jemand diesen Mann verteidigen kann. Auf das politische Trara möchte ich gar nicht eingehen, da dies scheinbar weder mit Kalkül, noch mit klarer Linie von Statten geht.

Hier noch ein weiterer Artikel, der die Ereignisse von damals in etwas ruppigerer Form auf den Punkt gebracht hat: Polanski und die heuchlerischen arschlöcher

Aber hey, wenigstens in Gstaad ist er weiterhin willkommen …


 

Mickey bringt Künstler beinahe ins Gefängnis

Written by adrian on July 14th, 2010

Russische Künstler kommen mit einer Geldstrafe von umgerechnet 5000.- Schweizer Franken davon und entgehen damit einer Haftstrafe. Grund für das Urteil ist eine provokative Ausstellung, die laut Staatsanwaltschaft zu “religiösem Hass” aufgerufen hat.

Die russischen Kuratoren Andrej Jerofejew und Juri Samodurow entgehen der Forderung von 3 Jahren Straflager, da das Gericht mit der Geldstrafe milder geurteilt hat.

Auslöser der Verurteilung war eine Ausstellung im Jahr 2007, welche sich um “verbotene Kunst” drehte und den Unmut russisch-orthodoxer Christen und rechtsextremer Nationalisten auf sich zog. Gezeigt wurden Werke international annerkannter russischer Non-Konformisten der 70er Jahre, die andere Museen nicht zeigen wollten. Mitunter wurden religiöse Motive mit Mickey Maus Figuren und Werbung für Fast-Food-Ketten gezeigt.

Dies verletzte die Gefühle der Fanatisten, was zu einer Anklage geführt hat. Zurecht kritisieren Menschenrechtsorganisationen den Prozess und die Strafe. Verglichen wird dies mit der Sowjetzeit, als Zensur und Meinungsfreiheit mit Füssen getreten wurde. Traurig, dass das neue Russland Kunst- und Meinungsfreiheit derart missachtet und sich von solch Fanatikern leiten lässt.

Untenstehend der Bericht von 10vor10:


 

Glasnudel-Gurken-Salat

Written by adrian on July 1st, 2010

Ich habe spontan mal wieder etwas rumexperiert und was dabei rauskam war wirklich sehr lecker: Glasnudel-Gurken-Salat

Zutaten für 3-4 Personen (z.B. als Beilage zum Grillen)

  • 1 grosse Gurke
  • 250g Glasnudeln
  • 1 Knolle frischen Ingwer
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • Nori Algenblätter
  • Basilikum

Sauce

  • Pflaumenessig (hatte keinen, deshalb hab ich weissen Balsamico verwendet)
  • Olivenöl
  • Zitronenöl
  • Sweet-Chilli-Sauce
  • Salz

Die Glasnudeln in kochendes (ungesalzenes) Wasser geben und zur Seite stellen. Zugedeckt sollten diese nach 4 Minuten ruhen bereit zum Abschrecken sein. Währendessen habe ich die Gurken längs geteilt und entkernt. Anschliessend in ca. 3-5mm dicke Scheiben geschnitten. Frühlingszwiebeln in feine Scheiben schneiden und vierteln. Den Ingwer raffeln und ebenfalls beigeben. Den Basilikum und die Algeblätter in Stücke reissen und ebenfalls in die Schüssel geben. Die abgekühlten Nudeln ebenfalls beigeben, Sauce zugeben und gut rühren. Voilà …

Ich erinnere mich zu gerne an die aus Japan mitgebrachten Gyoza-Teige. Diese hätten wunderbar dazu gepasst. Sobald ich wieder welche besorgen konnte, werde ich hier 2 eigene Gyoza Rezepte posten. Mit Foto, nicht wie in diesem Post.


 

Job-Inseart sagt mehr als tausend Worte

Written by adrian on June 30th, 2010

Vor dem Launch des neuen iPhones sind erstmals konkrete Screenshots aufgetreten, die wirklich auch dem neuen Gerät entsprachen. Das Design hat mich sofort angesprochen und ich hab mir ernsthaft überlegt mein Milestone zu ersetzen. Das Milestone ist wahrlich keine Design-Perle, doch ich mag Android und grenze mich gern auch etwas ab.

Die angeblichen Mängel halten mich wohl von einem Kauf ab. Auf diversen Seiten ist von Verbindungsproblemen beim Telefonieren zu lesen, die Apple gar bestätigt hat. Hier zeigt sich auch, dass niemand Apple etwas vormacht, wenn es um die Einführung und Ankündigung neuer Produkte geht, aber auch dass sie dafür wenig Ahnung davon haben, wie man sich verhält, wenn mal etwas nicht geplant läuft. Erst bestreitet Steve Jobs die Probleme, dann ist das zurückhaltende Unternehmen aber plötzlich kommunikationsfreudig.  Anstatt Lösungen zu bringen oder sich zu entschuldigen, heisst es plump: “Wenn Sie dies beim iPhone 4 je feststellen, halten Sie es nicht von links unten”. Oder man solle sich eine Hülle besorgen, die das Problem behebt.

Dass Probleme bestehen, ist klar und wird auch auf der eigenen Webseite schön aufgezeigt. Auf Gizmodo bin ich auf folgenden Screenshot gestossen:

Microsoft wird sich freuen, haben diese doch auch kürzlich eine etwas umstrittene Pressemitteilung mit Zahlen publiziert, in der sie zeigen, wer über die ganze Branche der Platzhirsch ist. Vorsicht, nicht die Zahlen sind umstritten (die sind beeindruckend), sondern der Zweck der Pressemitteilung.

Nachtrag: Habe eben einen Bericht per RSS erhalten, der die internen Richtlinien im Umgang mit dem Empfangsproblem enthält :)

Leitfaden im Detail:

Halte diesen Leitfaden griffbereit – der Tonfall, in dem Du diese Informationen weitergeben, ist sehr wichtig.

a. Der drahtlose Zugang des iPhone 4 ist der beste, den wir je ausgeliefert haben. Unsere Tests zeigen, dass die Gesamtleistung der iPhone-4-Antenne besser ist als die des 3GS.

b. Jedes Handy, nach dem man greift, büsst dadurch an Empfangsqualität ein. Das gilt für das iPhone 4, das 3GS und viele andere Handys die wir getestet haben. Diese Einbußen muss man akzeptieren, wenn man drahtlose Geräte verwendet.

c. Wenn Sie diesem Problem auf einem 3GS begegnen, dann vermeiden Sie, die untere rechte Seite des iPhones mit der Hand zu bedecken.

d. Wenn Sie diesem Problem auf einem iPhone 4 begegnen, dann vermeiden Sie, den schwarzen Streifen in der linken unteren Ecke des Metallbandes mit der Hand zu bedecken.

e. Durch eine Hülle oder den Bumper (Apples Hülle für das iPhone 4, Anm. von Gizmodo), die aus Kunststoff gefertigt sind, kann sich die Empfangsqualität verbessern, weil diese Hüllen verhindern, dass man mit der Hand die genannten Bereiche des Handys berührt.

Löse keinen Garantiefall aus. Beziehe die oben beschriebene Position in jedem entsprechenden Kundengespräch. Vergiss aber nicht, dass Du das Problem trotzdem genau analysieren musst. Wenn sich ein Kunde über den schlechten Empfang seines iPhones beschwert, das währenddessen vor ihm liegt (also nicht gehalten wird), dann handelt es sich nicht um ein Problem mit dem Metallband.

Eskaliere den Anruf nur, wenn das iPhone nicht in der Hand gehalten wird und Du das Empfangsproblem nicht selbst lösen kannst.

Wir besänftigen Kunden nicht, in dem wir ihnen kostenlose Bumper zusenden. Versprich’ Kunden keinesfalls, dass Du ihnen einen kostenlosen Bumper schicken wirst


 

Gold oder Silber? Let’s fight

Written by adrian on June 24th, 2010

Ein grosses Hockey-Jahr geht vorüber. Der Stanley-Cup ist gewonnen, die Awards vergeben, die olympischen Spiele Geschichte, die ZSC-Lions haben den Stanley-Cup Sieger besiegt, WM überlebt und die Off-Season beginnt.

Die Ducks bringen etwas Humor mit Ryan Getzlaf und Bobby Ryan in die hitzige Trading-Phase:


 

Menschliches Display

Written by adrian on June 22nd, 2010

Ich frage mich ernsthaft, wie lange es dauert, um so etwas einzustudieren und was einem dazu motiviert. Egal, denn das Resultat lässt sich nicht nur sehen, sondern es ist schlicht und einfach beeindruckend:


 

Pack den Stier bei den Eiern

Written by adrian on June 18th, 2010

Das war wohl die Devise der Schweizer Nationalmannschaft im Spiel gegen Spanien. Zugegeben hätte niemand gedacht, dass dies auch derart erfolgreich umgesetzt wird. Wobei die Spanier Ihren Teil in Form von Unfähigkeit und einer guten Prise Arroganz kräftig mitgeholfen haben. Nichts desto trotz freue ich mich als Nicht-Fussball-Fan über den tollen WM-Start und bin gespannt, wie weit es die Truppe um Hitzfeld in Südafrika bringt.


 

Zurück in der schönen Schweiz

Written by adrian on May 21st, 2010

Zurück bin ich ja schon ein Weilchen, aber das bedeutet nicht, dass ich mich gleich wieder ins Bloggen gestürzt habe. Im Moment geht so einiges drunter und drüber und deshalb blogge ich sehr bescheiden.

Ich werde demnächst einige Fotos hier hochladen und auch einige Impressionen von meiner Japanreise schildern.

Also dies ist lediglich ein kleines Lebenszeichen. So long, meldet euch bei DropBox an und verwendet den untenstehenden Link, damit ich auch schön pro Anmeldung 250 MB Speicher dazu kriege.

DropBox (oder auch ZumoDrive) bieten gratis WebSpeicher in der Höhe von 2 GB – und das in einfachster Form. Dies bedeutet, dass nach dem Installieren des Programms neu ein Verzeichnis /Dropbox in den “Eigenen Dateien” erscheint. Dieses kann man wie ein normales Laufwerk verwenden. D.h. Drag&Drop von Dateien, löschen, etc.

Die Dateien werden dann im Hintergrund synchronisiert und sind so jederzeit verfügbar. Die Ordner kann man beliebig selektiv mit Freunden teilen (E-Mail-Adresse eintragen, Mail verschicken und der Empfänger kann via Link auf den entsprechenden Ordner zugreifen). Vorbei das mühsame Fototauschen. Das kann nun wirklich jeder (kleiner Appell an meine Freunde).

Entsprechende Apps auf Android oder auf dem iPhone lassen den Webspace von überall erreichbar werden.

Eine weitere Anwendung findet sich beispielsweise im Bereich gemeinsamer Arbeiten (unterstützt Versionen), dem führen gemeinsamer Projekte.

Für jede empfohlene Anmeldung kriegt man, wie schon erwähnt 250 MB zusätzlichen Webspeicher. Man kann natürlich auch zusätzlichen Webspace kaufen (womit die Services dann schlussendlich auch Geld verdienen), aber die 2 GB sind doch zum Anfang schon ganz schmackhaft.

Viel Spass also und jep! Hier der Link und schenkt mir was: https://www.dropbox.com/referrals/NTMzOTc3OQ


 

Ein Post? Was für eine Überraschung …

Written by adrian on March 5th, 2010

Als kleines Lebenszeichen poste ich mal wieder etwas. Ich hoffe, ich habe bald wieder mehr Zeit :)


 

Getürkte Szenen

Written by adrian on February 18th, 2010

Dass Filme und Soaps in Studios und auf grünen Wänden gedreht wird, ist warhlich nichts Neues. Doch dass oft als selbstverständlich geglaubte Szenen in Soaps und Spielfilmen in Wahrheit nur wenig mit dem Gesehenen übereinstimmt, das zeigt dieses Video eindrücklich:

Quelle


 

Kreativität im Skigebiet

Written by adrian on February 5th, 2010

Anstatt der üblichen Schilder, verwendet dieses Skigebiet (keine Ahnung wo) mal etwas kreativere Pistenbeschriebe:


 

Wir hinterlassen einen digitalen Fingerabdruck

Written by adrian on February 1st, 2010

Wer anonym surfen möchte deaktiviert erstmals Cookies oder verwendet gleich den “private browsing” Modus, welchen einige neuere Browser anbieten. Dazu verwendet man wenig bis gar keine Profile und dementsprechende Suchmaschinen. Mit etwas Aufwand kann man also viele Spuren verwischen und ein geniesst so ein weniger transparentes Surf-Erlebnis.

Mittlerweile dienen aber nicht nur Cookies und Account-Informationen zur Identifikation der Webseiten-Besucher. Mittels digitalem Fingerabdruck können Nutzer erschreckend genau ermittelt werden. Dieser Fingerabdruck setzt sich zusammen aus Browser, Version, Land, installierte Add-ons, Betriebssystem, Symstemsprachen, etc. Die Mischung daraus ergibt ein Profil. Bei mir tritt dieses Profil in einem von 457,288 Fällen auf, was auf als ziemlich genau Identifikation gilt.

Ermittelt hab ich dies auf der Seite Panopticlick, welche mittels Test ermittelt, wie oft diese Kombination vorkommt. Das Resultat basiert auf einem hinterlegten Algorithmus und auf den Testresultaten der Seite.


 

micro SIM – Technologie, die passt

Written by adrian on January 29th, 2010

Sorry, dass ich hier zum Techno-Blog mutiere, aber ich habe eben etwas interessantes gelesen. Nix neues, dass der iPad keine normale SIM-Karte verwendet, sondern eine sogenannte micro SIM – eine kleinere SIM-Karte (wie’s der Name sagt). Dazu kann man also nicht einfach zur Schere greifen und die alte SIM schön zuschneiden, sondern es steckt auch eine neue Technologie dahinter.

Man kann sich also fragen, wieso Apple sich für diese Technologie entschieden hat. Einerseits bringt es etwas Platzersparnis, doch ich bezweifle, dass dies der Grund ist, dies einzugehen. Bringt diese Änderung doch auch kostspielige Anpassungen bei den Providern mit sich. Was die micro SIM alles an neuer Technologien mit sich bringt, kann ich leider nicht sagen (evt. mehr Speicher und leistungsfähiger). Was ich aber gehört habe, soll die micro SIM das Hacken des SIM Locks praktisch verunmöglichen. Und da scheint wohl das Interesse von Apple zu liegen. Das heisst man ist neben der Hardware-Bindung wohl auch noch langfristig an den Provider gebunden. Falls dies nicht stimmt, dann hätte man zumindest aber einen gewissen “Hardware-SIM Lock”. Da ich davon ausgehe, dass die Provider ihre Investitionen gedeckt haben wollen, werden wohl nur 24-Monate Verträge angeboten. Günstig kommt das iPad also sicherlich nicht.

Mich würde es auch nicht verwundern, wenn man dementsprechende Pläne anhand entsprechender Firmenübernahmen/-teilnahmen belegen könnte. Weiss da jemand mehr? Bzw. wo man sowas recherchieren könnte?

Was witzig ist: Als Schweizer macht das Ding praktisch keinen Sinn. Hulu&Co. funzen nicht von hier aus. Filme mieten klappt auch nicht (wegen den Rechten). Bei Büchern sind sie scheinbar auch nicht wirklich sicher. Eventuell kommt der iBook Store vorerst nicht in die Schweiz.

Mehr zu mico SIM:
Hab mich eben noch kurz erkundigt. Wurde scheinbar 1998 entwickelt und benötigt weniger Platz, bietet aber mehr Speicher. Ansonsten gibt es nicht wirklich gravierende Unterschiede. (Quelle)


 

Sag ich doch immer:

Written by adrian on January 28th, 2010

“Der Mensch von heute: das dümmste Lebewesen, das die Erde hervorgebracht hat: Er kriecht mit seinem Auto in der Großstadt wie eine Schnecke, nimmt die Umweltgifte in sich auf wie ein Staubsauger und ist obendrein noch stolz auf das, was er zustande gebracht hat.”

John B. Priestley


 

Herzlich Willkommen am Boden

Written by adrian on January 28th, 2010

Die mit Spannung geladnenen Gemüter wurden heute Abend bei der Präsentation des Apple Tablets (iPad) regelrecht auf den Boden der Realität zurückgeholt, bzw. geschmettert. Das Produkt enttäuscht, füllt keine Lücke und noch schlimmer es schafft keine Lücke, die es zu füllen hat. Apple hat sich selbst ausgebremst.

Wie im vorherigen Post konnte der Launch des Tablets gestern kaum erwartet werden. Die perfekt aufgegleiste Lancierung des Produkts, wie man es mittlerweile kennt von Apple, trug einen wesentlichen Teil dazu bei. Zudem wurden die Erwartungen hochgeschaukelt. Man sprach von einer “Revloution”, dem “Ende der PC-Ära” und “Apples Antwort auf den Netbook-Boom”. Was präsentiert wurde, hat an keinen dieser Punkte auch nur annährend ran.

Was kann das Tablet?
Das Tablet basiert auf dem iPhone OS und kann so ziemlich das gleiche wie das iPhone. Neben Apps die darauf laufen, kann es Musik, Filme und Fotos abspielen. iWork läuft ebenfalls drauf und das Browsing-Erlebnis wird dank grösserem Screen sicherlich besser. Es hat den typischen Apple Anschluss, um es mit dem PC zu synchronisieren. Der iTab bekommt man ab 499 USD (16 GB Speicher + WLAN) und es geht hoch bis 829 USD, wo man 64 GB Speicher und neben WiFi auch 3G kriegt. Akkulaufzeit soll 10h sein, wobei man weiss, dass das jeweils sehr hoch gegriffen ist (bei allen Anbietern). Leider sind’s schlussendlich jeweils ca. 3h. Apple startet zusammen mit dem iPad ein eBook-Store.

Der Preisplan zum iPad:

Was kann das Tablet nicht?
Hier wird’s interessant und vor allem auch schockierend. Wobei der Tagi das ganz anders bewertet und gewohnt schön mit Apple tanzt und Honig schmiert (selten eine so schlechte journalistische Aufbereitung gesehen – weitab von jeglicher Kritik). Das Tablet erfüllt folgende Basis-Erwartungen nicht:

  • Multitasking: Das heisst kein Musikhören, Browsen und Chatten gleichzeitig. Kein E-Book zu klassischer Musik.
  • HDMI-Ausgang: Das Teil ist mobil. Ich möchte Fotos drauf, die ich zeigen kann. Wenn ich schon ne mobile Mediathek habe, dann möchte ich diese zeigen – und nicht am 9.7-Zoll Screen. Sondern auf dem LCD meiner Freunde.
  • Flash: Auch wenn HTML5 kommt. Flash wird die nächsten Jahre das Internet prägen. Weisse Flecken im Browser sind daher unerwünscht.
  • Offenes System: Es laufen nur Apple Apps und einige andere Anwendungen darauf, das war jedoch zu erwarten.
  • Mediathek: Selbst mit der “Luxus-Version” kommen nur 64 GB Speicher. Das ist verdammt wenig für den eigentlichen Sinn des Geräts. Etwas Musik, ein paar hochauflösende Fotos, paar Hörbücher und zwei, drei Blockbuster. Das Ding ist praktisch voll. Soll ich da ne mobile HD mitnehmen? Knan ich die anschliessen?

Dann gibt’s noch ein paar Punkte, die mich jetzt nicht wirklich stören, aber auch noch angeschwärzt werden:

  • Keine Cam: Was beduetet, dass kein Video-Chat möglich ist. Naja, damit kann ich gut leben.
  • Dicker Rand und schwer: Auch da bin ich persönlich wenig verwöhnt. Kein Problem für mich.
  • Adapter: Man brauche viele Adapter, um das Gerät anständig zu verknüpfen. Kann ich nicht bestätigen, aber wenn es mehr braucht, als die bisherigen Apple Produkte wird’s wohl schon störend sein.

Braucht es das Gerät?
Auch hier sagt der Tagi, dass das Gerät revolutionär sei und wir dessen Sinn bloss noch nicht wirklich verstehen. Ausserdem sei es ein Gerät, mit dem man gesehen werden muss. Schliesslich zeigt es Status und Kaufkraft. Das im Artikel mit “Eierlegende Wollmilchsau” Gerät ist jedoch alles andere als ein solches:

  • Für Office-Anwendungen möchte ich keine Touch-Screen-Tastatur. Um kurz ein Mail zu schreiben reicht’s. Ein Tablet ohne Stift hat bestimmt Mühe mit Handschrifterkennung. Grafische Arbeiten mit den Fingern? Naja …
  • Zum Videos abspielen taugt’s nicht: Mit 64 GB Speicher? Klar! “Wer speichert schon, heute streamt man!”, wird als Argument kommen. “Über 3G?” sollte ein als Antwort reichen.
  • Musik abspielen ist zwar toll, aber dazu hab ich meinen iPod. Denn mit dem iPad kann ich keine Musik hören und mich dazu einem eBook, Spiel oder Mail widmen. Multitasking ist das Killer-Kriterium.
  • eBooks lesen? Da bevorzuge ich die Papiervariante. Jedoch sehe ich hier die einzig sinnvolle Verwendung des Geräts.
  • Apps installieren? Weehaaaa. Super toll, dazu brauch ich kein weiteres Gerät. Mein Android Phone reicht mir da völlig aus.
  • Was gibt’s noch? Surfen? Ja, zum Surfen taugt es.

Jetzt mal ehrlich. Wer von euch sieht sich mit dem iPad im Zug sitzen und ist gänzlich von dem Ding überzeugt? Möchte ich neben meinem Mobiltelefonabonnement noch ein weiteres Gerät monatlich bezahlen?

Entweder seh ich es nicht, oder aber Apple hat mit sich mit dem iPad wirklich selbst in’s Bein geschossen. Jedes Netbook ist viel funktionaler und sinnvoller als der iPad – und zudem noch günstiger. Die präsentierten Tablets der Konkurrenz sind dem Gerät um Längen voraus, passen aber (zu Apples Verteidung) nicht so gut ins Gesammtkonzept. Doch ich bin mir sicher, daran arbeitet auch ein Microsoft. Die Konkurrenz freut’s: Apple ist nach dem gigantischen iPhone-Launch zurück auf dem Boden!

Ich bin gespannt, wie die Apple-Jünger auf das Gerät reagieren. Bisher hab ich noch nicht wirklich viel von dieser Seite gehört, aber das Schweigen sagt mehr als 1000 Worte. Ich denke, auch da wurden viele enttäuscht (mit entsprechendem Gesichtsausdruck). Der Apfelblog gibt sich aber wenig kritisch. Da spricht man lieber davon, dass man das Gerät per Kabel mit dem iPhone verbindet, um ins Internet zu gelangen, falls mal keine WiFi-Spot in der Nähe ist.

Kritischer ist da Gizmodo. Da gibt’s auch schon spannende Diskussionen :). Der Titel verspricht dies auch: “8 things that suck about the iPad”

So, Kritik abgeschlossen. Ich schau mal im FailBlog rein. Evt. ist’s da schon drauf.